Aktuelle Pressemitteilungen zur Wahl

Kandidatur zur Oberbürgermeisterwahl Stuttgart 2012

Einen Hinweis zur Teilnahme finden Sie auf der Seite Kandidaturen / Pressemitteilungen.

 

Übersicht über diese Seite

 

Zusätzlich gibt es noch die Seite Übersicht über mehrere Bürgermeisterwahlen.

 

Die Oberbürgermeister-Wahl Stuttgart 2012

Stuttgart ist die größte Stadt in Baden-Württemberg. Das Amt des Stuttgarter OB ist das zweitwichtigste Wahl-Amt im Land Baden-Württemberg. Die schwäbische Landeshauptstadt gehört mit rund 600.000 Einwohnern zu den größten und wirtschaftsstärksten Kommunen in Deutschland.

Die Stadt Stuttgart gibt amtlich die zugelassenen Kandidaten bekannt.

Die Wahl findet voraussichtlich im Herbst am X 2012 statt. Die Nachwahl am X 2012.

 

Berichterstattung am Wahlabend :

  • Fernsehen
    (noch nicht bekannt)
  • Stadt Stuttgart
    (noch nicht bekannt)

 

 

Die Oberbürgermeister-Wahl Stuttgart 2004

 

Über die Kandidaten zum Zeitpunkt 2004

  • Henning Zierock
    Friedensliste. Forderte "mehr Transparenz" und mehr Bürgerentscheide. Das Anliegen des 53-Jährigen war es, die Bürger/innen gegenüber parteitaktischer Machtpolitik zu stärken. Ein kommunalpolitischer Thesenanschlag "für ein solidarisches Stuttgart" am Rathaus gemeinsam mit Stuttgarter Bürgerinitiativen hätte dies zum Ausdruck gebracht. Zierock hatte während des Wahlkampfes mehrfach die ungleiche Behandlung der Kandidaten in der Berichterstattung kritisiert.
    http://henningzierock.twoday.net/
  • Ute Kumpf
    2002 Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Bundestagsfraktion.
  • Boris Palmer
    MdL 2001 (Zweitmandat). Mitglied im Ausschuss für Umwelt und Verkehr sowie umwelt- und verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen.
  • Dr. Wolfgang Schuster
    1985 persönlicher Referent von Stuttgarter OB Manfred Rommel, dem Sohn des NS-Generalfeldmarschalls Erwin Rommel. 1986–1993 Oberbürgermeister von Schwäbisch Gmünd, danach bis 1996 Bürgermeister für Kultur, Bildung und Sport der Landeshauptstadt Stuttgart.
  • Bernd Heidelbauer
    Kreisvorsitzender der SPD Stuttgart.
  • Dr. Walter Weiblen
    Geschäftsführender Gesellschafter der International Consulting Process Implementation GmbH (ICPI GmbH) für Prozessberatung und der International Consulting Engineering Services (ICES) für Entwicklungsberatung

 

 

Über Wahlen

Unabhängig vom Ort siehe auch auf der Seite Übersicht : Über Wahlen

 

Zurück zur Übersicht.

 

Mein Wahlprogramm

Unabhängig vom Ort siehe auch auf der Seite Übersicht : Wahlprogramm

 

Als Kontrast zur Politik vom CDU- Rathaus :

In Stuttgart wurden offenbar von dem wirtschaftsnahen CDU-Rathaus und dem Vorstand des Bahn-Konzerns einige Fehler gemacht. Das zeigen die Massenproteste und das Nein zu S21 der Mehrheit der Bürger.

Keine Informationsfairteilung vom CDU-Rathaus

  • Gegen das Projekt sprechende Informationen zu verheimlichen.
  • Das Projekt günstig anzubieten und dann nach dem Kauf einen vielfachen Kaufpreis verlangen. Der günstige Preis dient oftmals dazu, daß politikernahe bestechende Unternehmer den Auftrag von wirtschaftsnahen Politikern ("Wirtschaftsexperten") erhalten. Die Bürger sollen zahlen, die Unternehmensbesitzer kassieren.

Keine faire politische Mitbestimmung vom CDU-Rathaus

  • Bei der OB-Wahl 2004 einen Bürgerentscheid im Falle der Kostenexplosion zu versprechen und dann wegen eines Verwaltungsgerichtsurteils vorzuenthalten. Siehe Pressemitteilung 2010-08-26 Demokratie-Gurke.

Mit Informationsfairteilung und Bürgerentscheid wäre das nicht passiert.

Bürgerinitiativen den Druck auf Geldadel und Politikadel in Zukunft zu erleichtern:

  • Einführung und Nutzen von unabhängigen unzensierten Medien. Kommunale Internetforen.
  • Die Einführung der direkten Demokratie auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene.
  • Einführung des Existenzmaximus. Und die Übernahme von Geschäften durch Ausgabe von Aktien oder Genossenschaftsanteilen.

Aber CDU-Politiker halten die Bürger dafür zu dumm. So wie Unternehmer, Manager und Abteilungsleiter die Angestellten für das Vergleichbare im Unternehmen zu dumm halten.

 

Zurück zur Übersicht.

 

Meine Person

Unabhängig vom Ort siehe auf der Seite Übersicht : Meine Person

 

Zurück zur Übersicht.

 

Die wenig objekive Presse und ihr Informationsmonopol

Unabhängig vom der Presse am Ort siehe auch auf der Seite Übersicht :

Subjektivität und Informationsmonopol der Presse

 

Zurück zur Übersicht.

 

AS-Wahlkampf

Unabhängig vom Ort siehe auch auf der Seite Übersicht : AS-Wahlkampf

 

Zurück zur Übersicht.

 

Pressemitteilungen zu dieser Wahl

Die einzelnen Pressemitteilungen dürfen als Ganzes veröffentlicht werden.

 

 

 

 

Pressemitteilung 2012-01-09 (Absage von Stuttgarter OB )

Der 62 Jahre alte Wolfgang Schuster sagte auf seinem Neujahrsempfang im Rathaus - mit Bezug zu einer neuen dritten Kandidatur zu dieser Wahl - mit Ende seiner Amtszeit "die Verantwortung in andere Hände zu legen".

Die CDU wird sich freuen, dass kein "Nero von Stuttgart" (Titel hat der CDU-OB von S21-Gegnern bekommen) zur Wahl 2012 antritt. Wer für die CDU antritt, werden voraussichtlich die Mitglieder beim Kreisparteitag am 17. März entscheiden.

 

Pressemitteilung 2012-01-08 (Wahlkampfbeginn, Absagen von OBs )

Wenn manche Zeitungen behaupten, OB Schuster würde mit seinem Ja oder Nein zu seiner Kandidatur in den nächsten Tagen den Wahlkampf eröffnen, dann stimmt das nicht ganz. Denn z.B. mein Internet-Wahlkampf für diese Wahl läuft mit dieser html-Seite schon seit Sommer 2010.

Es wird vor allem über Kandidaturen von Oberbürgermeistern aus dem Ländle spekuliert.

Eine Kandidatur bislang verneint haben z.B. :

  • OB Schuster aus Stuttgart für die CDU
  • OB Werner Spec aus Ludwigsburg
  • OB Christoph Palm aus Fellbach
  • OB Palmer aus Tübingen für die Grünen
  • OB Bosch aus Reutlingen für die SPD
  • OB Dieter Salomon aus Freiburg für die Grünen
  • Stuttgarter Bundestagsabgeordnete Karin Maag für die CDU
  • Freiburger Abgeordnete Kerstin Andreae für die Grünen
  • Stuttgarter Bundestagsabgeordnete Ute Kumpf für die SPD

Spekuliert wird auch über die Kandidatur von Mitgliedern der abgewählten FDP-CDU-Regierung.

 

Pressemitteilung 2011-03-15 (Palmer kandidiert nicht in Stuttgart )

Nach dem Ergebnis der Landtagswahl mit Siegen der Grünen in den Wahlkreisen Stuttgarts hat ein Grüner die besten Chancen auf das Amt.

Der grüne OB von Tübingen würde sich da für die Grünen anbieten. Aber Palmer scheint nach seiner Niederlage 2004 die Sache für zu gefährlich zu halten. In einem Interview sagte Palmer : "Ich plane meine Amtszeit bis 2014 in Tübingen, bis dahin bin ich gewählt"

Verständlich, denn im Herbst 2012 kann die Lage weniger günstig für die Grünen sein. Und zweitens hätte er viel zu verlieren, das OB-Amt in Tübingen.

http://www.stuttgarter-nachrichten.de/content/stuttgarter_nachrichten/categories/news/ categories/stuttgart_und_region/categories/nachrichten/articles/ palmer_will_nicht_nach_stuttgart.html

 

Pressemitteilung 2011-03-05 (Mappus CDU gegen Schuster CDU)

Südwest Presse schreibt am 4.3. : " 'Große Fehler' seien in der Kommunalpolitik gemacht worden, belehrte der wahlkämpfende Regierungschef" ... Konkret nannte Mappus den Umgang mit dem Protest gegen Stuttgart 21, so, als der Rathauschef sich 2007 geweigert hatte, persönlich die 67000 Unterschriften gegen das Projekt entgegenzunehmen. Auch der marode Zustand vieler Schulen sei einer Landeshauptstadt nicht würdig."

Selbst CDU-Ministerpräsident Mappus kritisiert die mangelnde Mitbestimmung der Bürger im Stuttgarter CDU-Rathaus. Und den Zustand der Schulen, der ohne das Milliardengrab S21 behoben werden könnte.

Südwest Presse zum Lügenpack : "Inoffiziell werden hinter eine dritte Kandidatur (Schusters) schon länger Fragezeichen gemacht. ... Alt-OB Manfred Rommel ... Im Wahlkampf müsse die CDU zusammenhalten, 'da muss man loben, selbst wenn es weh tut' ... der Regierungschef wieder einmal gezeigt hat, dass er sich wenn er sich unter Druck sieht, nicht zurücknehmen kann."

Die Zeitung Stuttgarter Nachrichten schreibt : "Mappus hatte in kleiner Runde gesagt, er rechne mit einem Verzicht von Wolfgang Schuster auf eine erneute Kandidatur - obwohl der sich erst im Januar 2012 äußern wollte. Zugleich hatte Mappus angekündigt, sich in seiner Funktion als CDU-Landesvorsitzender in die Nachfolge einzuschalten."

Wenn Mappus Ministerpräsident bleibt, dann wird er gemäß seiner Ankündigung mit einem von der Landes-CDU unterstützten Gegenkandidaten dafür sorgen, dass Schuster verliert, falls Schuster es dennoch wagen sollte, wieder anzutreten.

Wenn die Koalition in BW aus den zwei Parteien, die von der Ethik am meisten entfernt sind, schwarz-gelb, endlich ein Ende hat, dann könnte Schuster vielleicht ohne Gegenkandidaten aus der eigenen Partei antreten, aber seine Chancen wären durch Gegenkandidaten aus dem zukünftigen Regierungslager geschmälert.

Fazit : So oder so dürfte die Ära Schuster beendet worden sein.

Die SPD fordert passend dazu sofortige Neuwahlen zum OB in Stuttgart. SPD-Kreisvorsitzende Andreas Reißig : "Wir brauchen dringend einen politischen Neuanfang in Stadt und Land. Je früher, desto besser"

 

Pressemitteilung 2010-12-31 (Geißlers Rolle bei S21. CDU-Grüne)

Hamm : "Damit verrät Geißler auch eines seiner Motive für den sogenannten Schlichterspruch nach dem Faktencheck über Stuttgart 21 und das Alternativmodell Kopfbahnhof 21. Geißler wollte so die schwarz-grüne Option retten."

Die Schlichtung war ein abgekartertes Spiel zwischen CDU und Grünen. Das Spiel : Zwei Kandidaten oder Parteien machen viel Wirbel, damit die anderen im Wirbel verblassen.

Die beiden Parteien sind CDU und Grüne. Weil zu Beginn die Grünen wie von den Beteiligten gewünscht mehr Stimmen bekommen haben, aber die CDU Stimmen verloren hat, musste der Schlichterspruch als Ausgleich zugunsten der CDU ausfallen. S 21 plus.

Das aktuelle Spiel erinnert an die Unterstützung von Palmer (Grüne) für Schuster (CDU) bei der zweiten Stuttgarter OB-Wahl 2004 und die Unterstützung der Tübinger CDU für Palmer (Grüne) bei Tübinger OB-Wahl 2007.

In Europa lacht man schon über die Deutschen, die nur über einen zu teuren Bahnhof streiten und dabei die sozialen Themen vernachlässigen. Denn in Europa brennen die Straßen der Städte wegen sozialer Themen wie Lohn und Bildung.

Mit mir wird es eventuell einen sozial-grünen Kandidaten gegen Schuster (CDU) und Palmer (CDU-Grüne) und ihre Spielchen geben. Der das soziale Thema grundlegend stellt : Machtfairteilung.

 

Pressemitteilung 2010-11-25 (Regionale Zeitungen gefüllt mit Regierungspropaganda und Unternehmenswerbung)

Pressekonzerne sind dafür bekannt, daß sie häufig Regierungspropaganda (FDP, CDU, SPD) und Unternehmenswerbung in ihre Berichte übernehmen. Immer häufiger findet sich jetzt auch neben der Werbung für Unternehmen auch Werbung für die Regierung. Ich erinnere an das Inserat mit der Kanzlerin. Siehe meine Pressemitteilungen 2010-11-19. Und an das Inserat z.B. im Schwäbischen Tagblatt "Fragen zu Stuttgart 21? Hier finden Sie Antworten : www.direktzustuttgart21.de - Die guten Argumente überwiegen". Die Objektivität wird dadurch nicht besser, die Abhängigkeit deutlicher.

 

Pressemitteilung 2010-11-19 (Demo-Engagement versus Konsum)

Der kleine der IHK antwortende Teil der Händler in Stuttgart beklagt Kürzung beim Umsatz, weil die Bürger sich mehr selbst über die Politik informieren und engagieren anstatt wie kleine Kinder nur in Geschäften und vor der Glotze zu konsumieren. Das Tagblatt vergißt in seinem Artikel "City-Händler schlagen Alarm" diesen erfreulichen Aspekt.

 

Pressemitteilung 2010-11-17 (Adel aller Art - Landespresseball)

Den modernen Adel aus Wirtschaft, Medien und Politik erkennt man mit einigen Ausnahmen an "prächtigen Roben, eleganten Smokings und Anzügen" (Tagblatt) auf rauschenden Festen.

 

Pressemitteilung 2010-11-17 (Wohnungsbau)

Wer in Stuttgart aufgrund von Einkommensverlusten seine bisherige Wohnung nicht mehr bezahlen kann, der muss eventuell sogar die Landeshauptstadt ganz verlassen. Für 3100 solche Fälle (Haushalte) in einer Liste werden nur 50 Wohnungen gebaut. Wegen den Immobilienspekulationen bei S21 fehlt dafür das Geld. Fazit : CDU-Schuster gibt den Reichen, aber nicht den Armen, den vorher von den Reichen genommen wurde.

 

Pressemitteilung 2010-10-30 (Offener Brief von Rechtsanwälten gegen S21)

Rechtsanwälte schreiben in einem offenen Brief :

"So wird immer wieder behauptet, S 21 sei "unumkehrbar", denn

  • S 21 sei demokratisch in allen zuständigen Gremien, mehrfach und mit großen Mehrheiten legitimiert worden,
  • ein Ausstieg sei rechtlich nicht möglich,
  • wenn es doch zu einem Ausstieg käme, sei dieser nur zu exorbitant hohen Kosten möglich,
  • ein Ausstieg gefährde den Rechtsstaat"

Rein formale Legitimation

"... Es stimmt, dass S 21 mit Mehrheiten in den entsprechenden Gremien
beschlossen wurde. Es stimmt aber auch, dass diesen Gremien die wahre
Dimension dieses Projekts, seiner technischen und finanziellen
Schwierigkeiten
, wenn nicht gar Unmöglichkeit, bewusst verschwiegen wurde. Die Entscheidungen wurden damit auf einer unzureichenden  Tatsachengrundlage getroffen. Aufgrund der Mehrheiten im Land fand eine  wirkliche Kontrolle im Parlament nicht statt; die Legitimation ist damit eine reine formale, sie steht auf tönernen Füßen."

Zulässigkeit des Bürgerbegehrens

"An dieser Stelle ist an das von Herrn Oberbürgermeister Schuster gebrochene Versprechen zu erinnern, die Bürger von Stuttgart zum Projekt  S 21 zu befragen, falls es zu einer Erhöhung der auf die Stadt Stuttgart entfallenden Kosten käme. Die Befürworter von S 21 führen hierzu an, die Gerichte hätten dieses Bürgerbegehren nicht zugelassen. Dies trifft so nicht zu: Das Verwaltungsgericht Stuttgart hat mit Urteil vom 17.07.2009 lediglich  entschieden, ein Bürgerbegehren sei nicht mehr zulässig, nachdem sich die Stadt Stuttgart entgegen dem mit dem Bürgerbegehren angestrebten Ausstieg vertraglich zu einer Beteiligung an der Finanzierung verpflichtete hatte. Trotz des Versprechens ihres Oberbürgermeisters hatte die Stadt vollendete Tatsachen geschaffen, die dazu führten, dass das Bürgerbegehren unter den so gestalteten Umständen als unzulässig zu beurteilen war. Keineswegs hat das Verwaltungsgericht aber entschieden, ein vom Gemeinderat zugelassenes Bürgerbegehren sei unzulässig, und noch weniger, dass der Gemeinderat durch Gesetz und Recht daran gehindert sei, eine Bürgerbefragung durchzuführen."

Überprüfung durch Gerichte

"Durch die Gerichte findet allein eine Überprüfung dahingehend statt, ob durch den Inhalt des Planfeststellungsbeschlusses das planerische Ermessen überschritten wurde: "Für die verwaltungsgerichtliche Kontrolle von Planfeststellungsbeschlüssen ... gilt daher, dass die planerische Gestaltungsfreiheit der gerichtlichen Kontrolle Grenzen setzt. Das Gericht darf nicht seine Abwägung an die Stelle der behördlichen Abwägung setzen. Die Verwaltungsgerichte haben zu prüfen, ob die Planung - so wie sie die Verwaltung vorgenommen hat - rechtsfehlerhaft ist; sie haben dagegen weder selbst zu planen noch zu prüfen, auf welche Weise rechtsfehlerfrei hätte geplant werden können" (Schütz in Ziekow, Praxis des Fachplanungsrechts, 2004). Eine Überprüfung des Projekts S 21 auf seine inhaltliche Richtigkeit hat also gerade nicht stattgefunden."

Kündigung der Verträge

"Die Befürworter wollen glauben machen, die geschlossenen Verträge müssten eingehalten werden, sonst drohten Schadensersatzansprüche in einer Höhe, die keine andere Wahl ließen, als S 21 durchzuführen. Außerdem entspräche es ordentlichem Kaufmannsgebaren, einmal geschlossene Verträge unverändert durchzuführen. Das gelte vor allem seitens des Bundes gegenüber der DB AG.Beides trifft nach juristischen Grundsätzen so uneingeschränkt nicht zu.

  • Des Weiteren haben die Projektpartner in der erwähnten Finanzierungsvereinbarung in § 2 Absatz 2 in vorausschauender Weise bestimmt, dass "jegliche weitergehende Ansprüche im Zusammenhang mit dem qualifizierten Abschluss des Projekts" abbedungen werden. Gemeint sind damit Schadensersatzansprüche und solche auf entgangenen Gewinn. Falls sie eine solche Klausel in anderen Verträgen fehlt, muss dies angesichts des auch den Befürwortern ersichtlichen Risikos eines Scheiterns von S 21 als fahrlässig, kundiger juristischer Vertragsgestaltung und kaufmännischer Vorsicht nicht entsprechend bewertet werden.
  • Zum Dritten gibt es das Rechtsinstitut des Wegfalls der Geschäftsgrundlage (§ 313 BGB bzw. § 60 VwVfG), welches bei Veränderung der dem Vertrag zugrunde liegenden Umstände für die Zukunft eine Anpassung eine Anpassung von Verträgen bis hin zur Kündigungsmöglichkeit vorsieht.
  • Viertens können Verträge - auch unter dem Gesichtspunkt kaufmännischer Gepflogenheiten - einvernehmlich aufgehoben werden. Zu welchen Konditionen, ist Verhandlungssache, falls - siehe oben - dieser Fall nicht bereits vorausschauend in den jeweiligen Verträgen geregelt wurde.
  • Angesichts des Umstands, dass letztlich alle Projektpartner vornehmlich aus Bund, Land, Stadt und DB AG (die im Eigentum des Bundes steht) bestehen, also größtenteils Volksvertreter sind, und das gesamte Projekt letztlich aus Steuergeldern finanziert wird - der Schuldner also in jedem Fall immer der Steuerzahler ist -, dürften diese Verhandlungen (sofern der entsprechende politische Wille vorhanden ist) nicht allzu schwierig sein.
  • Schließlich dürfte es sich bei den meisten in Rede stehenden Verträgen (Bau-, Architekten und sonstigen Planungsverträgen) um sogenannte "Werkverträge" handeln, bei denen dem Auftraggeber das "freie", ohne Angabe von Gründen auszuübende Kündigungsrecht des § 649 BGB (§ 8 Nr. 1 VOB/B) zusteht.
  • Im Falle einer Kündigung durch den Auftraggeber hat der Auftragnehmer - beispielsweise der Architekt, Bauunternehmer oder Handwerker - zwar einen Anspruch auf die vereinbarte Vergütung. Er muss sich aber das (anspruchsmindernd) anrechnen lassen, was er sich an Aufwendungen erspart. Anders ausgedrückt: Es besteht im Fall der Kündigung im Wesentlichen nur der Anspruch auf den entgangenen Gewinn. Sein Anspruch ist also von vornherein wesentlich geringer als der volle Werklohn.
    Bedenkt man zusätzlich, dass Angebote oftmals so knapp kalkuliert sind, dass kein Gewinn anfällt (um den Zuschlag zu erlangen) und dass erst aufgrund von Nachträgen oder Eventualpositionen "verdient wird", so zeigt sich, dass dieses finanzielle Risiko tatsächlich ein sehr kleines ist.
  • Die Berechnung der Ausstiegskosten seitens der DB AG ist bereits ohne Berücksichtigung der vorstehenden Ausführungen unseriös und überhöht.
    Unter Beachtung der vorstehenden Ausführungen ist die Behauptung der Befürworter, es drohten unabsehbare Schadensersatzansprüche, nicht haltbar. Es liegen konkrete Gegenrechnungen vor, die zu weit geringeren Beträgen kommen."

Appell

"zwingend erforderlich, dass jetzt wirklich (zum ersten Mal) die Fakten, die Wirtschaftlichkeitsberechnung, Verträge, Gutachten etc. als Information offengelegt werden. Auf dieser umfassenden Grundlage möge sich schließlich jeder Bürger die Frage nach der Sinnhaftigkeit des Projekts stellen. Und auch seine Vertreter - die Parlamentarier und Stadträte - mögen nochmals die von ihnen und ihren Vorgängern getroffenen Entscheidungen überdenken. Eine Umkehr ist möglich!"

 

Quelle

Kopfbahnhof-21.de

 

Pressemitteilung 2010-10-24 (CDU-SPD-Werbestrategie)

Die Landräte der Kreise Alb-Donau, Neu-Ulm, Heidenheim und Günzburg sprechen Anfang September wie der OB von Ulm für S21.

21 Oberbürgermeister haben am 18.10.10 gemäß Presse eine Resolution für Stuttgart 21 verabschiedet.

Die CDU-Kanzlerin unterstützt die CDU des Landes unter Mappus.

CDU-Landtagsfraktionschef Peter Hauk im Oktober über OB Schuster : "Die Stadt hat nicht den aufgewecktesten Eindruck gemacht. Notwendig wäre eine offensivere Werbestrategie."

Scientology nutzt Stars, um für sich zu werben.

 

Pressemitteilung 2010-10-22 (Schlichtung, Verhandlungen zu S21. Live-Stream auf Phoenix)

Die Live-Übertragung von Verhandlungen zwischen Regierung (Mappus, Gönner), OB Schuster einerseits und Projekt-Gegnern (OB Palmer) andererseits ist neu. Eine Premiere.

Geißler betont die "Aufklärung", die durch die subjektive und abhängige Stuttgarter Presse als Teil des S21-Kartells weggefiltert worden ist.

Heute von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr live auf dem Fernsehsender Phoenix und im Internet
http://www.phoenix.de/content//332677
http://bibliothek.phoenix.de/suche_themen.html (Datum 22.10.f)

Verkürzt :
http://www.swr.de/-/id=116/did=7055280/pv=video/nid=116/bvetwa/index.html

 

Pressemitteilung 2010-10-15 (Verhandlungen zu S21 öffentlich -> Diskussion und Fakten)

Die "Sach- und Fachschlichtung", die im Internet übertragen werden soll, könnte interessant werden. Die Gegner könnten dann die Pro-Argumente direkt beantworten. Und die Regierung müsste die Fakten auf den Tisch legen. Und die Bürger hätten direkten Zugang zu den Informationen, ohne die Zwischenstufe Meinungsmache durch Presseunternehmen.

PHOENIX überträgt die Gespräche im TV und im Internet-Livestream

http://www.phoenix.de/content//332677

 

Pressemitteilung 2010-10-14 (Gegen Bahnhof, gegen Atomkraftwerke, gegen Menschenrechtsverletzer)

Die Demonstranten gegen S21 haben sich zuerst den CDU-FDP-Bahnhofsumbau vorgenommen, jetzt die CDU-FDP-Kraftwerke. Und damit die Profiteure bzw. den Geldadel dahinter. Die Demonstranten bildeten eine Kette um den Landtag Stuttgart. Von der Menschenrechtsverletzung bzw. Entrechtung und Verarmung von Schülern und SGB-II-Betroffenen profitiert ebenfalls der Geldadel Millionäre durch niedrige Adel-Steuersätze und billige Zwangsarbeitskräfte. Ein guter Grund auch bei SG-Reutlingen21 mitzumachen.

 

Pressemitteilung 2010-10-14 (Stelle des Chefs des Jobcenters)

Würde ich mich rein theoretisch auf die öffentlich ausgeschriebene Stelle des Chef vom Jobcenter Stuttgart bewerben, dann würde ich in die Bewerbung einige der Menschenrechtsverletzungen schreiben, die ich schon angeprangert habe. Und würde dann wohl wegen demonstrierter freier Meinungsäußerung und fehlender Obrigkeitstreue diese Stelle nicht bekommen.

 

Pressemitteilung 2010-10-14 (Stuttgart21 ist kein Bahnhofumbau, sondern Immobilienspekulation)

Stern.de : "Stuttgart 21 ist für seine Initiatoren in erster Linie kein
Bahn-, sondern ein Immobilienprojekt."

Jetzt ist klar, warum CDU-FDP Gewalt einsetzt. Propaganda und Gesetz alleine reichen nicht aus, wenn nicht wie im Kapitalismus üblich auch noch ca. die obere Hälfte der Bevölkerung gekauft wird. Und dieses Geld in Höhe von Milliarden wollten sich die Beteiligten wohl sparen bzw. über Immobilienspekulationen selbst einstecken. Aber so oder so, wer gekauft wurde, lässt sich durch einen Blick auf die Vermögen der Kapitalismusgewinner leicht erkennen. Hier durch einen Blick auf die Spekulationsgewinner. ECE-Konzern, (ehemalige) Mitglieder der Stiftung "Lebendige Stadt". Die Kapitalismusverlierer bzw. Spekulationsverlierer lassen sich so ebenfalls leicht an den leeren Konten erkennen. Zu diesen Verlierern zählt auch die Allgemeinheit. Leere Staatskassen.

Die Allgemeinheit (Staatskasse) bezahlt bis zu 20 Milliarden Euro, der Geldadel macht Profite in Höhe von Milliarden Euro. Profite werden privatisiert, Verluste werden verstaatlicht (Staatskasse). Ausbeutung. Im Fall S21 in Milliardenhöhe alleine bei einem einzigen Projekt.

www.stern.de/politik/deutschland/stuttgart-monopoly-21-die-strategie-der-investoren-1613131.html

http://mediathek.daserste.de/daserste/servlet/content/5644862 ?pageId=&moduleId=432744&categoryId=&goto=&show=

 

Pressemitteilung 2010-10-14 (Gewalt ist nicht familien- bzw. kinderfreundlich)

Der Kinder- und Jugendschutzverein "Kids for Kids" setzt seinen Schirmherren CDU-Innenminister Heribert Rech vor die Tür. Der Verein : "Die gnadenlose Machtdemonstration der verantwortlichen Landesregierung und des ihr unterstellten Polizeiapparats gegenüber wehrlosen Kindern, Jugendlichen und Bürgern ist völlig inakzeptabel." Der Verein hat sich nicht von Erklärungen der CDU-FDP-Regierung blenden lassen, die Kindern und anderen ca. 100.000 "Berufsdemonstranten" die Meinungsfreiheit und das Demonstrationsrecht mit gefährlichen Wasserwerfern und Regierungserklärungen absprechen.

 

Pressemitteilung 2010-10-07 (Contra-Regierungserklärung Mappus. Zusammenfassung S21)

Davon ausgehend, daß eine Regierungserklärung zu S21 näherungsweise die wichtigsten Themen zu S21 enthält, dann vervollständigt meine Contra-Regierungserklärung Mappus S21 diese Themen durch die Sicht eines Ethikberaters.

 

Pressemitteilung 2010-10-06 (Auflösung des Landtages durch Volksabstimmung)

Die Bürgerinitiativen gegen S21, z.B. Parkschuetzer.org, haben dazugelernt. Sie wollen jetzt gemäß Artikel 43 der Landesverfassung durch Volksabstimmung den Landtag auflösen und die S21-CDU-FDP-Regierung ersetzen lassen durch eine Gegen-S21-Regierung.

 

Pressemitteilung 2010-10-03 (Gewalt ergänzend zu Propaganda, Gesetz und Geld)

Wenn Geld, Propaganda und Gesetz nicht ausreichen, daß die Machthaber Bürgermeister Schuster, Innenminister Rech und Ministerpräsident Mappus - jeweils CDU - ihre Einnahmequellen wie z.B. Prestigeobjekte nicht durchziehen können, dann wendet die "Sicherheits"-Partei auch letztlich Gewalt gegen die Untertanen an, selbst wenn diese ehemalige CDU-Wähler sind.

http://www.youtube.com/watch? v=spUy433elxM&feature=youtube_gdata_player

Da selbst die größten Tyrannen die Anerkennung als guter Mensch bekommen wollen, werden die Untertanen selbst zu den Bösen erklärt.

http://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/wie-scharfe-kampfhunde/

Notfalls auch die Kinder der Untertanen. Baden-Württembergs CDU-Fraktionschef Peter Hauk : "Ich finde es unverantwortlich von Müttern und Vätern, dass sie ihre Kinder nicht nur mitnehmen, sondern auch in die erste Reihe stellen." CDU-OB Schuster muss sich wohl wegen der Wahl etwas zurückhalten und nennt es nur einen "traurigen Tag".

Pressemitteilung 2010-09-24 (CDU-FDP. Arbeitsplätze durch Milliardengrab)

Wenn man mit Steuergeldern Arbeitslose bzw. Zwangsarbeiter Steine im Steinbruch im Kreis rum tragen lässt, dann schafft das "Arbeitsplätze", worauf von Seiten der CDU-FDP immer wieder gerne hingewiesen wird. Solange den Milliarden von Euro aus Sicht der Steuerzahler kein entsprechend großer Vorteil gegenüber steht, was bislang nicht der Fall ist, ist S21 von dem Steinbruch nicht weit entfernt.

 

Pressemitteilung 2010-09-17 (Linke demonstrieren im Bundestag gegen S21)

In den subjektiven und von Geldadel und alten Parteien abhängigen Medien wird meist unter den Tisch gekehrt, daß auch die Linke gegen das Milliardengrab S21 ist. Siehe Position und Antrag der Bundeslinksfraktion Pressemitteilung 2010-09-10. Damit die Bevölkerung das auch erfährt hat die linke Fraktion folgende Aktion durchgeführt. Eine linke Abgeordnete hält am Ende ihrer Rede im Bundestag ein Plakat hoch, auf dem Stuttgart21 wie auf einem Ortsende-Schild rot durchgestrichen ist. Andere linke Abgeordnete zeigen ihr T-Shirt mit demselben Aufdruck. Lammert schließt die Linken von der Sitzung aus.

 

Pressemitteilung 2010-09-17 (Kanzlerin (CDU). Andere gnadenlos strafen, aber sich selbst vor Strafe drücken)

Die Angst vor dem Abstieg ist wohl bei CDU-FDP groß angesichts der Umfragewerte. So wie bei den Bürgern. Ein noch weiteres Abrutschen z.B. der schwäbischen CDU bei der Landtagswahl nach einem Abstrafung-Bürgerentscheid versucht die CDU-Bundesvorsitzende zu verhindern.

Merkel : "Wir brauchen keine Bürgerbefragung. Die Landtagswahl wird die Befragung der Bürger über das Projekt sein“ Schmid (SPD) nannte das mit Recht einen "Gestus der Starrsinnigkeit und Überheblichkeit".

Spiegel : "Und vor allem tat sie, was sie sonst nie tut: Sie bezog in einer Streitfrage eindeutig Position." Die Erklärung für die Strategie : Die Kanzlerin weiß sicherlich, daß die Bürger bei der Landtagswahl zwischen egoistischer Profitorientierung für die oberen Schichten oder für Umwelt und Soziales entscheiden. Hier wählen die Bürger, die wählen gehen, meist routinemäßig wie gläubige Systemblinde. Hier ist das Risiko für die CDU eher gering. Spiegel : "Die Landtagswahl ist eine Abstimmung über eine bestimmte politische Geisteshaltung"
Bei dem Bürgerentscheid bzw. Volksentscheid zu S21 geht es nur um den Bahnhof, hier ist das Risiko für die CDU groß, daß die Bürger gegen die Entscheidung der CDU für das Millionengrab stimmen.

Die CDU inkl. FDP und SPD bestraft vor allem die armen SGB-II-Betroffenen gnadenlos, will sich aber selbst vor Strafe drücken. Deshalb sollten die Bürger das "Lügenpack" in CDU inkl. FDP und SPD beim Bürgerentscheid abstrafen. Und aufgrund der Schwere des Milliardengrabes für ganz Baden-Württemberg dieses auch bei der Landtagswahl mitbedenken, anstatt wie sonst üblich die Schäden von FDP, CDU und SPD für Umwelt und Soziales zu übersehen und zu vergessen.

 

Pressemitteilung 2010-09-12 (Klassenkampf. USA, Thailand, Baden-Württemberg)

In den USA kämpfen die sozialen Demokraten gegen die republikanischen Adeltreuen. In Thailand kämpfen die sozialen Rot-Hemden, gegen die adeltreuen Geld-Hemden. In Baden-Württemberg kämpfen die Neoliberalen (Millionäre, FDP-CDU in Regierung, CDU im Rathaus und CDU-nahe-Parteibosse der SPD) gegen die Sozialen und Umweltschützer (Linke, Grüne).

Der ständig wachsende Reichtum der Reichen und die wachsende Armut der Armen bzw. die steigende Macht-un-fairteilung führt zwangsläufig dazu, daß der Klassenkampf jetzt nicht mehr nur in der Wahlkabine, sondern auch auf der Straße geführt wird. Seit 2010 sogar mitten in der Hochburg der Neoliberalen, Baden-Württemberg, genauer mitten in Stuttgart.

Der Streit in Stuttgart zeigt auch ganz deutlich wo die Front zwischen Reichen und Armen verläuft. Und das zeigt : Die SPD ist dank ihrer wie in allen Parteien allein entscheidenden Parteibosse eher eine zweite CDU. Rechtsruck der SPD. Die Linke ist eher die alte SPD. Nur die Bürger haben das dank der großen Medien, die komplett in Händen der Neoliberalen sind, noch nicht bemerkt.

 

Pressemitteilung 2010-09-10 (Position der Bundes-Linksfraktion zu S21)

Verkürzt:

"1. Die Bundesregierung will in Ergänzung des Entwurfs für den Haushalt 2011 mit einem Haushaltsbegleitgesetz weitreichende Sparmaßnahmen zu Lasten von Erwerbslosen und Hartz-IV-Empfängern umsetzen. Im eigentlichen Haushaltsentwurf kofinanziert die Bundesregierung das Projekt »Stuttgart21« (S21) und finanziert die ICE-Neubaustrecke (NBS) Wendlingen-Ulm. Es besteht ein politisch aufschlußreicher Widerspruch zwischen einem Sparen auf dem Rücken von Menschen, für die im Alltag jeder Euro wichtig ist, und der Vergeudung von Milliarden Euro-Beträgen für ein Bahnprojekt, das ein Stadtzentrum zerstört und den Schienenverkehr schädigt.

Zu 1) Die Bundesregierung beschloß im Mai 2010 als Gesamtpaket und am 1. September 2010 in Form eines Haushaltsbegleitgesetzes ein »Sparpaket« mit einem Volumen von 80 Milliarden Euro für die kommenden vier Jahre. Auf den Sozialbereich entfallen allein 30 Milliarden Euro. Mit dem Haushalt 2011 erhalten diese Sparmaßnahmen zu Lasten von Erwerbslosen und Hartz-IV-Empfängern erstmals Gesetzeskraft. ... Der Bund finanziert im übrigen andere verkehrspolitisch kontraproduktive Großprojekte wie die Y-Trasse, die Fehmarnbelt-Anbindung oder die NBS Nürnberg–Erfurt, die ebenfalls auf den Prüfstand gehören und teilweise im UBA-Gutachten vom August 2010 kritisiert werden."

Antrag : http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/029/1702914.pdf

 

Pressemitteilung 2010-09-10 (CDU-FDP-Landesregierung prüft Volksentscheid zu S21 und kündigt massive Propaganda an. Zweifel an rechtlicher Wirkung vom Volksentscheid zu S21)

Der Vorschlag von rot-rot-grün zu einem Volksentscheid (meine Pressemitteilung 2010-09-08) bringt schwarz-gelb in Zugzwang.

Die Meinung der Parteien zu Volksentscheid und Bürgerentscheid hängt nicht nur vom Unterschied zwischen der eigenen Parteibossmeinung und der Meinung der Mehrheit der Bürger ab. Sondern auch davon, ob man notfalls die Meinung der Mehrheit der Bürger mittels massiver Monolog-Werbe-Propaganda aus Steuergeldern oder von Unternehmern einseitig in die eigene Richtung manipulieren kann. Hierbei zählt dann weniger die Qualität der Argumente, sondern mehr die Zahl der propagandistisch informierten Bürger, also die Quantität. Die Bürger können sich gegen Regierungspropaganda (und Unternehmenswerbung) wehren, indem sie sich gegenseitig in unzensierten Internetforen informieren.

Morgenwelt : "Stuttgart. Eine grün-rote Landesregierung dank Stuttgart 21? ... Das historische Tief von Schwarz-Gelb und die breite Ablehnung des Bahnprojekts schreckt dessen Befürworter auf. Mit einer Informationskampagne will Ministerpräsident Stefan Mappus die Meinungshoheit der Projektgegner brechen. "Wir werden viele Veranstaltungen machen, auch auf den verschiedensten Kanälen mehr denn je offensiv informieren", kündigte er gestern in einem Rundfunk-Interview an. SPD-Landeschef Nils Schmid konterte, ohne die von seiner Partei vorgeschlagene Volksabstimmung "macht eine solche Kampagne keinen Sinn"."

http://www.morgenweb.de/nachrichten/
politik/20100910_mmm0000000526230.html

Sollten die Schwaben sich im Volksentscheid gegen S 21 entscheiden, so hat das vermutlich zwar keine rechtliche Wirkung, aber es setzt den CDU-OB in Stuttgart und die CDU-FDP-Landesregierung unter öffentlichen Druck, das Projekt zu stoppen und aus den Verträgen auszusteigen. Falls die CDU sich nicht vor der Landtagswahl 2011 dem Willen der Bürger beugt, dann kann man nur hoffen, daß die Bürger die CDU dafür bei der Landtagswahl abstrafen. Die Zeiten, in denen sich die CDU jede "Schweinerei" gegen Umwelt und Soziales erlauben kann, sind dann hoffentlich vorbei.

http://www.stern.de/politik/deutschland/volksentscheid-zu-stuttgart-21-der-grosse-bluff-der-spd-1601643.html

 

Pressemitteilung 2010-09-08 (Parteien und direkte Demokratie, parteiextern und parteiintern. Antrag im Landtag BW zu parteiextern)

Wie schon geschrieben : "Die Opposition aus SPD und Grünen wird unser Thema in die Diskussion einbringen." Siehe Pressemitteilung 2010-08-26 (Demokratie-Gurke Stadt Stuttgart).

SPD und Grüne legen sich ins Zeug. SWR : "Die Opposition im Landtag von Baden-Württemberg will das Mitspracherecht der Bürger stärken. Mit einem gestern eingebrachten Gesetzesentwurf sollen Bürgerbegehren und Volksabstimmungen erleichtert werden."
http://www.swr.de/nachrichten/bw/-/id=1622/nid=1622/did=6830710/1jc60hh/index.html

Die CDU-FDP ist bekanntlich gegen die Mitbestimmung der einfachen Bürger, Mitbestimmung widerspricht dem neoliberalen Führerprinzip in den Unternehmen und den CDU-Regierungen bzw. Rathäusern. Damit die Bürger sich nachträglich nicht mehr gegen das Projekt wehren, hat das Stuttgarter CDU-Rathaus Klauseln in die Verträge eingebaut, gemäß denen bei Vertragsauflösung enormer Schadensersatz fällig würde.

Die Linke ist ebenfalls teilweise gegen den Bürgerentscheid. Und das aus gutem Grund. Die Gehirnwäsche durch die großen Medien beeinflusst zu stark das Wahlverhalten derjenigen Bürger, die sich nur über Fernsehen und Zeitung informieren. Und diese großen Medien sind in der Hand entweder von den großen Parteien oder den CDU-FDP-nahen Unternehmen. Also vollständig in der Hand der Konkurrenz-Parteien.

Ich bin für einen Bürgerentscheid, weil die Bürger von Gesetzen eher selbst betroffen sind und deshalb trotz der Medien teilweise sozialer entscheiden als die elitären Abgeordneten. Vor allem, wenn der Entscheidung ein intensives gegenseitiges Informieren außerhalb der großen Medien vorherging. Deshalb unterstütze ich den Stuttgarter Appell, wie bislang ca. 54000 andere Bürger auch.

Ergänzen muss man, daß alle Parteien es mit der direkten Demokratie in ihren Parteien nicht so ernst nehmen. Die Parteibosse erlauben den Mitgliedern ihrer Parteien ganz selten eine Mitbestimmung. Im Fall von CDU-FDP betrachten die Parteibosse ihre Partei wie ein Unternehmen, die "Angestellten" haben nichts zu sagen. Im Fall von SPD und Linke betrachten die Parteibosse ihre Partei wie eine Gewerkschaft, die "Gewerkschaftsmitglieder" haben nichts zu sagen. Das liegt am hohen Anteil von Unternehmern in der CDU-FDP und am hohen Anteil von Gewerkschaftern bei SPD und Linke. Somit bei allen Parteien parteiintern das Führerprinzip. Die Grünen machen da auch keine Ausnahme.

Ich bin für direkte Demokratie parteiintern, denn einfache Parteimitglieder entscheiden meist sozialer als elitäre Parteibosse..

 

Pressemitteilung 2010-09-08 (Prestigeobjekt-Milliardengrab)

Jeder nur etwas sozial denkende Mensch, der Linke (oder notfalls SPD) wählt, muss angesichts von Armut bei Millionen Menschen in Deutschland bei dieser sinnlosen Steuergeldverschwendung hellhörig werden. Siehe Pressemitteilung 2010-08-24.

Stern : "Nach Berechungen der Bahn kommt der geplante Tiefbahnhof auf 4,1 Milliarden Euro, die zu dem Projekt gehörende Neubaustrecke nach Ulm auf 2,9 Milliarden Euro."

Die neue Studie des Umweltbundesamtes kam schon auf 11 Milliarden Euro.

Stern : "Im Auftrag der Grünen haben nun die Münchner Verkehrsberater Vieregg & Rößler die Kosten für die Neubautasse nach Ulm durchgerechnet. Das Ergebnis: Diese Strecke, die mit insgesamt 60 Kilometer Tunnelröhren durch die Alb führen soll, kommt auf Kosten von 5,3 Milliarden Euro - im günstigsten Fall. Realistischer allerdings, sagen die Gutachter Vieregg & Rößler laut stern, seien Baukosten von 10 Milliarden Euro - also fast das Vierfache der offiziellen Bahnzahlen.

Vieregg & Rößler ... Die Berechnungen der Verkehrsberater ließen Edmunds Stoibers Traum der Magnetschwebebahn in Bayern platzen. Vor zwei Jahren berechneten die Münchner die Kosten für Stuttgarts Tiefbahnhof. Addiert man diese Zahlen zur Neubaustrecke, kommt das Gesamtprojekt S 21 auf Kosten von 12,2 Milliarden Euro - im günstigsten Fall. Im realistischeren Fall rechnen Vieregg & Rößler mit 18,7 Milliarden Euro.

... die Strecke Stuttgart - Ulm im deutschen und europäischen Schienenetz eine Art bessere Nebenstrecke sei, über die bloß noch halb so viele Züge fahren wie noch vor 20 Jahren. Außerdem werde sie so steil gebaut, dass Güterzüge sie nicht benutzen können."

Also 19 Milliarden anstatt 7 Milliarden, die dem Steuerzahler und damit neoliberal gewissenlos vor allem denen, die jeden Euro am dringendsten brauchen, den Armen geraubt werden.

http://www.stern.de/wirtschaft/immobilien/fast-19-milliarden-euro-kosten-fuer-bahnprojekt-stuttgart-21-schnellen-in-die-hoehe-1601267.html

 

Pressemitteilung 2010-08-30 (Kontinuum. Die kaschierten Subventionen der CDU-FDP-Landesregierung für S 21)

In meiner Mössinger Vorstellungsrede hatte ich gefragt : "Bedeutet „Wirtschaftsexperte“ aus dem Mund des modernen Adels etwa Experte darin, dem Geldadel und Politikadel zu helfen, sich auf Kosten der Staatskasse und letztlich auf Kosten der Bürger zu bereichern?"

Bei Prestige-Objekten spielen sich der Politikadel und der Geldadel gegenseitig in die Hände. Bauindustrie-Vertreter Knipper im Spiegel-Online: "Durch ein enges Zusammenspiel der wenigen Baukonzerne mit der Politik konnten hohe Umsatzrenditen erzielt werden. Mit diesen Gewinnen werden heute deutsche Unternehmen gekauft" Die mafiaartige Vernetzung ist besonders bei "Wirtschaftsparteien" CDU und FDP, aber auch bei SPD und Grünen so hoch, daß man von einem fließenden Übergang zwischen den Anführern der Politik und der Wirtschaft spricht, dem "Kontinuum". Historisch ist hier die enge Zusammenarbeit zwischen deutschem Geldadel und NSDAP anzumerken. In der Monarchie gab es die Trennung zwischen Geldadel und Politikadel so nicht. Der Adel besaß das Land und Vermögen und die Macht einer Regierung und Gesetzgebers.

Die Vorgehensweise : Die CDU-FDP-Landesregierung setzt sich für ein verkehrspolitisch sinnloses milliardenschweres Prestigeobjekt ein. Damit die Unternehmen den Auftrag erhalten, die vorher an die Partei gespendet haben, wird die Ausschreibung so gestaltet, daß alle anderen Unternehmen viel mehr an Bezahlung verlangen als die Unternehmen mit guter Verbindung zu den Politikern und so den Auftrag erhalten. Danach setzen sich die gekauften Politiker dafür ein, daß die "unvorhergesehenen" erhöhten Baukosten übernommen werden. Falls nicht schon "Eskalations-Klauseln" für steigende Kosten in den Verträgen stehen.

Der Nutzen für die Bürger gleich Null. Die Kosten für die Bürger : Milliarden Euro. Der Nutzen für CDU-FDP wie immer : Beeindrucken der Wähler mit Prestigeobjekten. Und Parteispenden von Unternehmern. Nur die Linkspartei bekommt keine Spenden von reichen Unternehmern. Der Nutzen für die beteiligten Unternehmer : Anteile von den Milliarden Euro. Nutzen für die Arbeitnehmer der beteiligten Sub-Sub- ... -Unternehmen : Jobs weit unter der Mindestlohn-Forderung der Linken, teilweise ohne Sozialversicherung (Schwarzarbeit).

Der Spiegel : "Um den umstrittenen Bahnhofsumbau "Stuttgart 21" zu retten, hat sich Baden-Württemberg einen merkwürdigen Auftrag geleistet: Nach Informationen des SPIEGEL zahlt das Land (CDU-FDP) seit 2001 viele Millionen an die Deutsche Bahn - für Zugverkehr, der noch gar nicht gebraucht wird.

Das Land Baden-Württemberg (CDU-FDP) hat im Jahr 2001 nach Informationen des SPIEGEL der Deutschen Bahn einen fragwürdigen Auftrag über mehrere hundert Millionen Euro zugeschanzt, um das umstrittene Verkehrsprojekt Stuttgart 21 zu retten. Beteiligt war auch Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU), damals politischer Staatssekretär im Verkehrsministerium und zuständig für den Regionalverkehr. ...

Ende 1999 hatte eine Wirtschaftlichkeitsberechnung der Bahn ergeben, dass 344 Millionen Mark für den geplanten Riesenumbau des Hauptbahnhofs fehlten. ... Kostendeckend wäre das Projekt nur, wenn Baden-Württemberg regionalen Zugverkehr bezahlen würde, der teilweise erst nach Fertigstellung des Großprojekts gebraucht würde.

Zu diesem "Mehrverkehr" heißt es in dem Vertragsentwurf zwischen Land und Bahn nach Informationen des SPIEGEL: "Das Land wird rd. 1,45 Millionen Zugkm/a, die ursprünglich nach Fertigstellung von Stuttgart 21 eingeführt werden sollten, möglichst bereits ab dem Fahrplanwechsel 2001 bei der DB Regio AG für die Dauer von 10 Jahren bestellen." Als Preis wurden rund sieben Euro pro Kilometer vereinbart. Dazu kamen unter anderem 200 Millionen Mark für neue Züge. Der Vertrag wurde leicht modifiziert 2001 abgeschlossen und gilt bis 2016. ...

Mappus selbst lässt erklären, er habe nur an der "Schlussverhandlung teilgenommen, nicht aber an Vorgesprächen in den monatelangen komplexen Vorbereitungen auf Arbeitsebene".

Derartige Geschäfte hält der Düsseldorfer Wettbewerbsrechtler Clemens Antweiler für unzulässig: "Das ist nur eine kaschierte Subvention für die Deutsche Bahn.""

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,711845,00.html

 

Pressemitteilung 2010-08-27 (S 21 - Risiko Lebensgefahr für Menschen durch Entstehung von Kratern)

Stern : "Der Stararchitekt Frei Otto, einer der Väter von Stuttgart 21, fordert einen Stopp des umstrittenen Bahn-Projektes. ... "Aus moralischer Verantwortung heraus kann ich nicht anders handeln". Mehrere Gefahren sieht der Architekt ... der Bahnhof eventuell überschwemmt werden, oder aber auch, dass er "wie ein U-Boot aus dem Meer" aufsteigen könne.

Stuttgarts Erde ist tückisch. Voller Wasser und Quellen, Gipsschichten mit hohem Anhydridanteil, also Mineralien, die aufquellen, Hohlräume, die unkontrollierbar Krater bilden können. Im badischen Staufen, wo die Erde zwecks Erdwärmegewinnung angepiekst wurde, hoben sich Häuser und bekamen Risse. In der Nähe von Stuttgart selbst muss derzeit ein Autobahntunnel aufwendig repariert werden, weil der Druck aus der Tiefe die Straße verformt. Otto: "Es ist wie bei einer roten Ampel, wenn da einer durchbraust, muss man ihn aufhalten."

Ein geologisches Gutachten für die Deutsche Bahn von 2003, das bisher nur ein kleiner Personenkreis kannte, nicht aber Abgeordnete oder gar Stuttgarts Öffentlichkeit, bestätigt Frei Ottos Bedenken. Diese Studie des Ingenieursbüros Smoltczyk & Partner, die dem stern vorliegt, belegt, wie gefährlich Stuttgarts Untergrund ist: löchrig wie ein Käse, voller Dolinen und Hohlräume, sie zeigt, dass Bauarbeiten in diesem Grund enorm schwierig werden. Es lässt sich kaum abschätzen, wie lange sie dauern. Unkalkulierbar scheint zudem, wie viel die Arbeiten in diesem Untergrund kosten.

Der Tübinger Geologe Jakob Sierig, ein Spezialist für Anhydrid- und gipsführende Erdschichten, hat für das Magazin das Gutachten analysiert. Sein Befund: "Bei Stuttgart 21 geht es nicht um mögliche Risse in Häusern, es geht um mögliche Krater, in denen Häuser verschwinden können. Es geht um Menschenleben."

Quelle : stern.de/wirtschaft/immobilien/gefahr-fuer-leib-und-leben-
architekt-von-stuttgart-21-fordert-sofortigen-baustopp-1596547.html

 

Pressemitteilung 2010-08-26 (Demokratie-Gurke Stadt Stuttgart bzw. CDU-OB)

Mehr-Demokratie.de : "Bilder von Menschen, die heftig gegen eine Riesenbaustelle protestieren. Sie machen viel Lärm, blockieren die Einfahrt und besetzen manchmal das Gelände. ... Bürger protestieren dort vehement gegen das Bahnprojekt Stuttgart 21. Der baden-württembergische Landesverband hat den Verantwortlichen bereits 2008 einen Preis verliehen – die Demokratiegurke. Anlass: Die Stadt habe es leider versäumt, sich der Zustimmung der Bevölkerung zum Projekt Stuttgart 21 zu vergewissern. Dabei wäre es möglich gewesen, vonseiten des Stadtrates einen Bürgerentscheid über das Thema herbeizuführen. Und so dem Wunsch von über 60.000 Bürgerinnen und Bürgern zu entsprechen, die dafür unterschrieben hatten. Die Begründung für die Preisverleihung endet mit dem Satz: „Es wird deshalb großer Anstrengungen bedürfen, die dadurch entstandene Frustration in der Bevölkerung in positives Engagement zu verwandeln.“ Das ist nicht gelungen. Stattdessen wird die Politik nun eingeholt von den Sünden der Vergangenheit. Der Frust vieler Bürgerinnen und Bürger entlädt sich in heftigen Protesten."

 

Gespräch zweier Mitglieder von Mehr-Demokratie.de

Bereits 2008 habt Ihr den Oberbürgermeister von Stuttgart mit der Demokratie-Gurke bedacht. Womit hat der den Preis verdient?

Oberbürgermeister Schuster (CDU) hatte aus formalen Gründen einen Bürgerentscheid über den städtischen Beitrag zu Stuttgart 21 verhindert, obwohl er vor seiner Wahl zugesagt hatte, den Bürgerinnen und Bürger hierüber die Entscheidung zu überlassen. Damit hat er ein Bürgerbegehren ignoriert, dass über 60.000 Menschen unterschrieben hatten. Er ist gleich doppelt ein würdiger Preisträger unserer Demokratie-Gurke.

 

Frage : Wie erklärst Du Dir den heftigen Widerstand gegen das Bauprojekt Stuttgart 21?

Es geht einfach gegen die schwäbische Mentalität, sinnlos so viel Geld zu verbuddeln (lacht). Nein, jetzt mal im Ernst: Die Menschen sehen nicht, dass den hohen Kosten ein entsprechender Nutzen gegenübersteht. Bei den vielen Berichten über Tricks und Manipulation bei der Kosten-Nutzen-Rechnung kann ich das nachvollziehen.

Diese Auseinandersetzung gibt es ja schon seit 18 Jahren, so lange wird schon über dieses Projekt gestritten. Der Bahnhof in Stuttgart sollte wie diejenigen in München und Frankfurt unter die Erde gelegt werden, damit die Züge nicht mehr die Fahrtrichtung wechseln müssen. Das sind ja Kopfbahnhöfe, die nur von einer Seite erreichbar sind.

Nur: In München und Frankfurt wurden die Projekte mittlerweile gestrichen, weil man sich kaum Nutzen davon erhofft. Nur in Stuttgart wird diese Planung von Anfang der Neunziger Jahre weiter durchgezogen. Deswegen sehen wir jetzt diese heftigen Proteste.

 

Du hast ja am Rande der Proteste Unterschriften für Mehr Demokratie gesammelt. Was war Dein Eindruck von den Menschen, die dort stehen?

Es sind viele „normale“ Bürgerinnen und Bürger, die meisten sind sicher das erste Mal auf der Straße.

Außerdem habe ich noch nie so viele Leute in Anzug und Krawatte auf einer Demonstration gesehen. Es scheint so, dass hier viele Mitarbeiter aus der nahen Landesbank ihren Feierabend nutzen, um ihren Unmut auszudrücken. Ich habe ebenso mit Arbeitern von Daimler und Hausfrauen gesprochen. Viele Menschen haben bei uns für faire Volksentscheide unterschrieben, denn mit verbindlicher Bürgerbeteiligung wäre dieser Konflikt niemals so heftig ausgebrochen. Auch in vielen Reden wird immer wieder darauf hingewiesen, dass eine Abstimmung über diese Frage unterdrückt wurde.

 

In Baden-Württemberg wird nächstes Jahr gewählt. ... Welche Forderungen stellt Ihr an die Landesregierung?

Unsere Kernforderung ist, die Hürden bei der Sammlung für Volksbegehren zu senken. Derzeit müssen sich 16,6 Prozent aller Wahlberechtigten (1,25 Mio. Bürgerinnen) innerhalb von 14 Tagen auf ein Amt begeben und dort unterschreiben, damit eine Frage zum Volksentscheid kommt. Dies ist noch nie erreicht worden.

Außerdem wollen wir, dass im Falle einer Volksabstimmung die einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen entscheidet. Zusätzliche Anforderungen lehnen wir ab, die gibt es ja bei Wahlen auch nicht.

 

Welche Aussichten gibt es für eine Reform der direkten Demokratie auf Landesebene?

Wir haben gute Aussichten, unsere Ideen Forderungen durchzusetzen. Im Moment bewegt sich viel im Land und nächstes Jahr wird gewählt. Die Opposition aus SPD und Grünen wird unser Thema in die Diskussion einbringen. Wir hoffen, dass es durch unsere Kampagne und ein entsprechendes Wahlergebnis im kommenden Frühjahr bei den Landtagswahlen endlich faire Volksbegehren in Baden-Württemberg gibt.

Quelle : mehr-demokratie.de

 

 

Pressemitteilung 2010-08-24 (S 21 und die Parteien)

Tagesspiegel : "Ab 2001 wurde es eben doch ernst, es gab Beschlüsse. Unter die entscheidenden Verträge setzten neben anderen Oberbürgermeister Schuster (CDU) und Ministerpräsident Oettinger (CDU) ihre Namen, zwei Politiker, die als blass galten und im Schatten großer Vorgänger standen und denen man nachsagt, dass sie Stuttgart 21 zum Denkmal ihrer ansonsten eher unscheinbaren Amtszeiten machen möchten.

Das Projekt marschierte durch die Institutionen, immer mit den Stimmen von CDU, SPD und FDP, es ging alles legal vor sich, es war nichts geheim, nur um die Legitimation durch den Bürgerwillen kümmerte sich niemand, wozu auch, die Mehrheiten standen.

2007 reichten die Gegner 67 000 Unterschriften für einen Bürgerentscheid ein, nur 20 000 wären nötig gewesen. Die Politiker ließen das an sich abperlen.

Wenn die CDU-Regierung einen diabolischen Geheimplan aushecken dürfte, um die ohnehin nicht erfolgsverwöhnte Südwest-SPD endgültig in die politische Bedeutungslosigkeit zu entlassen, dann würde er vielleicht lauten: Wir machen einen Sozi zum Sprecher von Stuttgart 21. Was soll man sagen – er meldete sich freiwillig. Wolfgang Drexler ... Inzwischen ist in der Partei die Bereitschaft, für ein Projekt bei Wahlen die Zeche zu zahlen, das im Grunde doch wohl immer eher ein CDU-Projekt war, im Sinken begriffen.

Die Grünen sind gegen das Projekt und surfen deshalb auf einer Woge des Erfolgs.

In den kommenden Wochen könnte es in Stuttgart die Auferstehung von Wyhl, Gorleben und Startbahn West geben, all diese Mythen, nur in einer bürgerlicheren Variante, denn die Leute haben angefangen, ihre Stadt zu lieben, sie lassen sich nicht bevormunden, und alle Gewalt geht doch wohl vom Volke aus, oder etwa nicht."

Die Linken werden zwar von kapitalistischen Zeitungsunternehmen gerne ausgeblendet. Aber die Geldverschwendung für ein sinnloses Prestigeobjekt-Milliardengrab in Zeiten von Kürzungen bei Umwelt und Soziales ärgert jeden Linken im ganzen Land.

"Ursprünglich hieß es: Wir bringen den Bahnhof mit allen Gleisen unter die Erde und gewinnen damit Bauland in bester Innenstadtlage. Dieses Land verkaufen wir und finanzieren so den Umbau. Es kostet nichts oder fast nichts. In den folgenden Jahrzehnten wurde das Projekt, je genauer man es sich anschaute, in Milliardenschritten immer teurer, obwohl noch gar nichts passiert war. Vier Milliarden? Fünf Milliarden? Sieben? In einer neuen Studie des Umweltbundesamtes heißt es: Elf Milliarden sind realistisch."

(www.tagesspiegel.de/politik/stuttgart-21-wenn-es-unterirdisch-wird/1902872.html)

"Und was haben die Stuttgarter von Stuttgart 21? A1, das erste, bereits frei geräumte citynahe Planungsgebiet, wird ihnen als „urbaner Citystandort“ verkauft, „attraktive und lebendige Innenstadt“ nach dem Leitbild der „europäischen Stadt“. Erste Planungen und Modelle lassen freilich Schlimmstes befürchten. Getrieben von Vermarktungszwängen werden die Flächen fantasielos in investorengerechte Blöcke aufgeteilt. Was bislang entstand und in naher Zukunft droht, ist das Übliche, ein Büroquartier, in das sich kein Passant verirrt, wozu auch. Aufenthaltsqualität null, abends ist tote Hose.

Der versprochene Wohnflächenanteil von 20 Prozent gehört längst ins Reich der Märchen. Für eine lebendige Stadt bedarf es kleinteiligerer Parzellierung und Nutzungsmischung, eine altbekannte Grundregel des Städtebaus und immer wieder so überraschend für die Stadtväter und Flächenvermarkter. Mit Gebäudekolossen von 17 000 Quadratmetern Nutzfläche bedient man die wirtschaftlichen Interessen der Investoren, nicht die der Stadtbewohner."

( www.tagesspiegel.de/kultur/die-wahren-probleme-kommen-noch/1904422.html)

 

Pressemitteilung 2010-08-22 (Zur Rede gegen Stuttgart 21)

Sprecherin der Gegner S. L. : „Denn eigentlich geht es ja darum, um die bessere Alternative! Es geht um eine Bahn für alle! Es geht um eine Perspektive, die aus der Autogesellschaft herausführt, die nicht am Erdöl hängt; Es geht um Mobilität die klimaschonend werden muss und solidarisch,ökologisch und sozial. Der wichtigste Baustein dafür ist eine Bahn der Zukunft, eine die überall hinführt, freundlich und barrierefrei und die alle mitnimmt. (Beifall)

Wenn man weiß, wie viel von einer guten Entwicklung der Bahn abhängt, ist es schier unbegreiflich, dass ein Club von mächtigen Männern geradezu auf das Gegenteil hinsteuert: Schlag auf Schlag ist in den vergangenen Wochen alles belegt und untermauert worden, was die Gegner von Stuttgart 21 befürchtet und behauptet haben:

Die gigantischen Kosten, die immer weiter steigen und keinen erkennbaren Nutzen bringen; die Behinderungen im Schienennahverkehr; die Gefahren durch den unberechenbaren Untergrund; die Schiebereien zugunsten der Bahnbilanz und zu Lasten der Infrastruktur; die Vertuschung, Lügerei und Vetternwirtschaft ....

Wir sehen einen Oberbürgermeister, der bereit ist, die Stadt ins Chaos zu stürzen und der sich gegen die überwältigende Mehrheit der Bewohner stellt ... den sollten Sie aus dem Amt jagen! (Beifall)

Wir sehen einen unbelehrbarer Ministerpräsidenten, der zulässt, dass in weiten Teilendes Landes Schienen und Bahnhöfe auf der Strecke bleiben, weil er einen großen Deal verfolgt.... dem sollten die Tage in dieser Funktion gezählt sein! (Beifall)

Das Umweltbundesamt, der Infrastrukturbeirat und alle unabhängigen Bahnexperten warnen davor, dass S21 dem Schienenverkehr schadet.

... im Parlament allein verändern wir gar nichts, wenn sich die Bürgerinnen und Bürger nicht in Bewegung setzen und an Machtverhältnissen rütteln. (Beifall)"

 

Pressemitteilung 2010-08-13 (Zur OB-Wahl Stuttgart 2004. Palmer und Schuster)

Die Tübinger Linke schreibt heute : "Und Stuttgart 21 wird auch zu einem Baden-Württemberg 21, wird es doch die Landtagswahl entscheidend beeinflussen. Da wird die Haltung der Tübinger SPD-Kandidatin interessant: bisher macht die SPD mit ihrer mehrheitlichen Unterstützung für S21 leider eher den Weg frei für eine schwarz-grüne Koalition in 2011. Da hat bereits unser grüner OB Palmer den Grundstein gelegt, als er ganz schlau 2004 im zweiten Wahlgang der OB-Wahl in Stuttgart zur Wahl des S21- Befürworters Schuster aufrief. Der dafür angeblich ausgehandelte Bürgerentscheid fand nie statt. Aber es gab Unterstützung der CDU für Palmer im Tübinger OB-Wahlkampf. Auch nicht schlecht."

Die Stuttgarter Zeitung schreibt über den Tübinger OB Palmer, daß er 2012 nicht kandidieren will : "hat der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer seinen Spekulationen über eine Kandidatur in Stuttgart nun ein Ende gesetzt. ... Palmer sagte der StZ auf Anfrage, er habe in Tübingen vieles angefangen, das er nicht halbfertig liegen lassen wolle. Dafür brauche er mindestens die ganze Amtszeit bis 2014."

Sicherlich gibt es noch weitere nicht genannte Gründe für diesen Rückzug.

  • Das Risiko, nach einer fehlgeschlagenen Wahl 2012 auch noch die Wahl in Tübingen ca. 2015 zu verlieren und dann ohne Amt dazustehen. Das Risiko, das in der Nachbarschaft der Dußlinger Bürgermeister Thomas Hölsch bei der Wahl in Mössingen eingegangen ist.
  • Die Wahl in Stuttgart 2012 zu verlieren, wegen der Unterstützung des CDU-Kandidaten und S21-Befürworter Schuster 2004, die einem Verrat grüner Ideale gleich kam.

Unterstützen die Grünen mit diesem Rückzug schon im ersten Wahlgang 2012 die CDU? Und was wird die Gegenleistung sein? Oder stellen die Grünen einen Nachfolger auf?

 

Zurück zur Übersicht.

 

Wahlveranstaltungen zur Vorstellung der zugelassenen Bewerber

Unabhängig von der Objektivität der Veranstalter am Ort siehe wichtige Hinweise auf der Seite Übersicht zu Politikadel, Informationsadel und Geldadel : Wahl-Veranstaltungen

  • Vorstellung der Stadt Stuttgart
    (noch nicht bekannt)
  • Vorstellung der IHK
    (noch nicht bekannt)
  • Vorstellung der Zeitungen
    (noch nicht bekannt)

Wahlabend

  • Stadt Stuttgart
    (noch nicht bekannt)

 

Zurück zur Übersicht.

 

Ihre Fragen

Ihre Fragen können Sie mir gerne per Email stellen. Hier finden Sie die Kontaktdaten.

Solange ich an dieser Wahl teilnehme können Sie mir Ihre Fragen auch gerne telefonisch stellen.

Journalisten biete ich den Emailkontakt an, vergleiche "Subjektivität und Informationsmonopol der Presse".

 

Zurück zur Übersicht.

 

Unterstützung

Allgemein siehe auch auf der Seite Übersicht : Unterstützung

 

Zurück zur Übersicht.

 

 

Hier enden die Informationen zur Bewerbung.

 

Übersicht Wahlen

 

 

 

 

Home

 

Andreas Stollberg
Selbständiger der Tourismusbranche und wissenschaftlicher Berater für
Ethik in Medien, Wirtschaft und Politik