Warum und wie System Freundschaft - Kapitel 1b - (Sprache: Deutsch) - (link to language: English)

"Werbung: Dieses mediale Objekt wie jede Information wird rechtlich vielleicht als Werbung interpretiert."

 

Beispiele für bisherige System-Entwürfe anderer gegen Besitz von überdurchschnittlich viel Geld / gegen Besitz

 

  • Politische Systeme im Quadranten Libertarian Left am linken Pol der Systeme sind klassenlos.

 

Priorität Hierarchien und Schichten (und Kastenwesen)

 

Klassen

  • Klassen (Klassengesellschaft) bedeuten eine Spaltung / Trennung der solidarischen Menschen
  • Erich Mühsam: "Die Klassenscheidung der Gesellschaft im Staate ist eine Kampfmaßnahme des Kapitals gegen die Vermieter ihrer Arbeitskraft, die Proletarier."
  • Klassen (Klassengesellschaft) bedeuten Aufwertung der Oberschicht (verinnerlicht Narzissmus) und eine Abwertung der Unterschicht (verinnerlicht Selbstabwertung). Vergleiche Abschnitt "Warum die Solidarität der Machtmittelarmen vor dem Systemwechsel so wichtig ist"
  • Die Oberschicht achtet bei Bezahlung oder Wahlgeschenken darauf die Inhaber der verschiedenen Schichten zu teilen. Unterschiedliche Bezahlung je nach Schicht. Unterschiedlich hohe / niedrige Löhne bis Almosen. Milliarden Euro an Renditen und Subventionen für Konzernbesitzer, Almosen für Arme.
  • Frederic Lordon: "Wie definiert Marx die Lohnarbeit? Als ein Verhältnis doppelter Trennung, Trennung der Arbeiter von den Produktionsergebnissen und von den Produktionsmitteln."
  • Anarchist Federation UK: "Wenn wir etwas kaufen, egal was, kennen wir davon nur den Preis und nicht, wer es hergestellt hat und warum."

 

Liga / Level im Spiel finanzieller Machtmittelkampf

 

Hierarchien in der Klassengesellschaft

  • Zu den Klassen in der Gesellschaft passen Hierarchien in den Organisationen in der Klassengesellschaft (Präsident / Amtsleiter einer Behörde, Unternehmer, Manager eines Unternehmens)
  • Alexander Berkman: "geht ... die Verwaltung der Industrie ständig in die Hände von immer weniger Personen über und es bildet sich eine machtvolle Bürokratie industrieller Oberherrscher."

 

Machtmittelkampf auf dem "freien Markt"

  • Der freie Markt führt zu künstlicher Verknappung, zu Armut und Reichtum.
  • Konzerne und Multimillionäre wollen den Machtmittelkampf um Marktanteile auf dem freien Markt so ähnlich wie der größte militärisch-industrielle Komplex der führenden Großmacht den Krieg um Ressourcen auf dem Kriegsgebiet woanders will.
  • Eine Gruppe, die in einem Kriegsgebiet nicht oder weniger siegreich kämpft, wird unterworfen. Eine ökologische, intern und extern voll solidarische Organisation, die somit nicht ausreichend auf den professionellen Machtmittelkampf um Marktanteile / finanzielle Macht optimiert ist, kann innerhalb eines ökologisch-linkslibertären Landes groß werden / überleben, aber schwer bis nicht im gnadenlosen (anti-solidarischen, anti-ökologischen) Machtmittelkampf auf dem freien Markt einer (kapitalistischen) Oligarchie mit vielen Menschen mit Oligarchie-Bewusstsein. Vergleiche etwas "solidarische und nachhaltige Unternehmen".

 

Entwicklung

 

Änderungen der Machtverhältnisse durch industrielle Revolutionen

  • Unternehmerfamilien / Kapitalisten haben inoffiziell die Machtpositionen der Adelsfamilien / des rechts-orientierten Adels übernommen. Vergleiche Abschnitt "Linke solidarische Anarchisten gegen Hierarchie in repräsentativen Demokratien"
  • Kapitalisten sind wie der Adel rechts-orientiert (kooperieren eher mit rechten als mit linken Führern)
  • Seit dem Wechsel von Adel zu Kapitalisten war die Ausweitung der Menschenrechte ein Fortschritt in Richtung Solidarität. Aber ... Kapitalisten sind seit der Zeit der 1. industriellen Revolution / der Zeit der Tagelöhner bis heute nicht links geworden. Die ferne vergangene Entwicklung der Maschinen (Änderung der Machtverhältnisse) hat den Arbeitnehmern (Aufstieg Gewerkschaften / SPD) geholfen, die Politik nach links zu verschieben. Die Kapitalisten brauchten die besonderen Fähigkeiten der vielen zum Lernen motivierten bestechlichen Facharbeiter an den Maschinen der Kapitalisten. Mehr Bildung für Arbeiter ist für Kapitalisten gefährlich.
  • Die nahe vergangene Entwicklung der Maschinen (Änderung der Machtverhältnisse) - circa seit der 3. industriellen Revolution (Roboter, CNC) - half den Kapitalisten die Politik nach rechts zu verschieben. Vergleiche Politik von Reagan (US), Thatcher (UK), Kohl (Germany). Neoliberalismus. Vergleiche Anfangszeit des Kapitalismus. Der Niedergang von Gewerkschaften / SPD.
  • Konzerne und Multimillionäre wollen das aus früheren Klassenkämpfen von unten Erreichte wieder abschaffen.
  • Die zukünftige Entwicklung der Maschinen (Änderung der Machtverhältnisse, Karriere der Roboter und immer mehr Roboter und Computer) - circa seit der 4. industriellen Revolution (Roboter, CNC) - hilft den Kapitalisten die Politik nach rechts zu verschieben. Die Kapitalisten wollen immer mehr Angestellte durch immer mehr Roboter und Computer ersetzen. Wenn die Kapitalisten die Angestellten immer weniger brauchen und immer reicher / mächtiger werden, dann wird der wahre Charakter der Kapitalisten wieder leichter erkennbar.
  • Anarchist Federation UK: "Die Macht der herrschenden Klasse liegt im Besitz der Produktionsmittel begründet"
  • Selbstsüchtige und herrschsüchtige Reiche waren auch während der industriellen Revolutionen immer selbstsüchtig und herrschsüchtig. Die Entwicklung der Maschinen hat nur die Möglichkeiten der Reichen verändert. Die Reichen haben ihre Rhetorik der Entwicklung der Maschinen angepasst.
  • Anarchist Federation UK: "Der Kapitalismus versucht, die Kontrolle über den Profit aus allen Aspekten unseres Lebens zu ziehen. ... nur noch danach bewertet, ob sie Profit bringt"

 

Industrielle Revolutionen

 

Interessen der Kapitalisten / Multimillionäre

  • Kapitalisten / Multimillionäre wollen
  • erstens die Einkommen der unteren Schichten (Löhne, vom Sozialstaat oder gemeinnützigen Vereinen gegebene Sozialhilfe / Arbeitslosengeld inkl. Belohnungen, geschaffene Infrastruktur wie z. B. günstige bis kostenlose Nahrungsmittel, Wasser, Gesundheitsfürsorge, Wohnungen, ÖPNV und Elektrizität etc.) senken, dazu gehört auch die Verschärfung der Bestrafungen / Sanktionen / des Arbeitszwanges jeden noch so schlechten und schlecht bezahlten Job machen / günstig für Kapitalisten (Niedriglohnsektor) arbeiten zu müssen
  • zweitens Reichensteuern senken,
  • drittens die Preise (Lebenshaltungskosten) erhöhen und
  • viertens die für alle gleichen absoluten Steuern (Poll Tax) erhöhen.
  • Daniel Quinn: „Streng dich an, dann bekommst du als Lohn dafür zu essen ... Wer nicht mitmachen will, bekommt nichts zu essen“

Ergänzung: Die neoliberale Politik seit Reagan / Clinton, Thatcher / Blair, Kohl / Schröder war somit ein Erfolg für die eh schon Reichen im Klassenkampf.

 

Reiche werden auch durch neoliberale Politik reicher

 

Wirtschaftlicher Klassenkampf

  • Anarchist Federation UK: "Die Arbeiter_innen wollen so wenig wie möglich arbeiten und soviel Geld wie möglich verdienen, wohingegen die Bosse möglichst viel Arbeitsleistung für möglichst wenig Bezahlung wollen. Das ist das Wesen des Kapitalismus. Bosse beuten Arbeiter_innen aus und Arbeiter_innen wehren sich gegen die Ausbeutung."
  • Karl Marx: "Das Kapital ist rücksichtslos gegen Gesundheit und Lebensdauer des Arbeiters, wo es nicht durch die Gesellschaft zur Rücksicht gezwungen wird."

 

"Soziale Marktwirtschaft" / "Sozialdemokratie"

  • Die "Soziale Marktwirtschaft" / "Sozialdemokratie" mit etwas mehr sozialen staatlichen Eingriffen (Menschenrechte, "Sozialdemokratie" / etwas Sozialismus) und etwas weniger freier Markt ("Soziale Marktwirtschaft"), Wirtschaftspolitik konkret z. B. Begrenzung von Angebotsmonopolen auf dem Markt, Bezahlung von Kindergeld, Rente oder Subventionen für Konzernbesitzer / Unternehmer (z. B. für staatlich gewollte teure Forschung oder für Landwirte, die mit Landwirten aus der 3. Welt konkurrieren und sonst nicht überlebensfähig wären, aber ohne maximales BGE) sind Schritte in die gewünschte Richtung, aber reichen nicht aus.
  • Die "Soziale Marktwirtschaft" / "Sozialdemokratie" schwächt besonders durch den "Sozialstaat" (weit entferntes Ziel Chancengleichheit) die Chancen und Risiken am Markt, aber führt immer noch zu überbezahlten Kapitalisten und unterbezahlten modernen Sklaven, wenn auch etwas weniger extrem als wie beim freien Markt.
  • Zu wenige Sozialarbeiter mit zu wenig Budget können nicht das bestmögliche Niveau des Allgemeinwohls bewirken, Je mehr ein Job dem Allgemeinwohl dient, desto schlechter wird er bezahlt. Z. B. Manager, Vertriebsleiter, technischer und IT-Leiter gut, Sozialarbeiter und andere "soziale" Jobs schlecht. Warum ist das so? Ein moderner Sklaventreiber lässt seine modernen Sklaven meistens für sich selbst arbeiten. Selten und nur etwas für das Allgemeinwohl, um sein Wohltätigkeits-Image zu verbessern.
  • Thies Gleiss: "Der Begriff „Sozialstaat“ ist kein linker Begriff, sondern ein sozialdemokratischer und auf Klassenzusammenarbeit ausgerichteter Begriff, wenngleich die einzelnen konkreten Inhalte einer staatlichen Sozialpolitik von den Linken natürlich aufgegriffen, verteidigt und erweitert werden. "
  • Frei nach Lenin: "Die liberale Bourgeoisie gewährt Reformen mit der einen Hand, und mit der anderen nimmt sie die Reformen immer zurück, reduziert sie auf Null, benutzt sie, um die Arbeiter zu versklaven, sie in getrennte Gruppen aufzuteilen und die Lohnsklaverei zu erhalten."
  • "Soziale Marktwirtschaft" / "Sozialdemokratie" ist grundlegend eine kapitalistische Oligarchie mit mehr oder weniger Menschenrechten. Die Machtmittelreichen beeinflussen mit Informationen, Geld, Rang, Regeln, Produkten und Waffen die Psyche und das Verhalten ihrer Untertanen / Machtmittelarmen so, dass diese während der Arbeitszeit ihre Befehle und Spielregeln befolgen, in der Freizeit konsumieren statt rebellieren und auch bei Wahlen die kapitalistische Oligarchie z. B. akzeptieren oder unterstützen. Eine (kapitalistische) Oligarchie ist keine Demokratie, weil die Wähler und Politiker darin nicht frei von ihren Oligarchie-Ketten sind.
  • Ingar Solty: "Ganz konkret begründete Albert Einstein (1949) seine Überzeugung ... im Kapitalismus «privates Kapital dazu tendiert, in wenigen Händen konzentriert zu werden – teils aufgrund der Konkurrenz zwischen den Kapitalisten und teils, weil die technologische Entwicklung und die wachsende Arbeitsteilung die Entstehung von größeren Einheiten auf Kosten der kleineren vorantreiben. Das Ergebnis dieser Entwicklungen ist eine Oligarchie von privatem Kapital, dessen enorme Kraft nicht einmal von einer demokratisch organisierten politischen Gesellschaft überprüft werden kann. Dies ist so, da die Mitglieder der gesetzgebenden Organe von politischen Parteien ausgewählt sind, die im Wesentlichen von Privatkapitalisten finanziert oder anderweitig beeinflusst werden und in der Praxis die Wähler von der Legislative trennen. Die Folge ist, dass die ‹Volksvertreter› die Interessen der unterprivilegierten Schicht der Bevölkerung nicht ausreichend schützen. Außerdem kontrollieren unter den vorhandenen Bedingungen die Privatkapitalisten zwangsläufig direkt oder indirekt die Hauptinformationsquellen (Presse, Radio, Bildung). Es ist deshalb äußerst schwierig und, für den einzelnen Bürger in den meisten Fällen fast unmöglich, objektive Schlüsse zu ziehen und in intelligenter Weise Gebrauch von seinen politischen Rechten zu machen.» "

 

SPD

  • Das Eisenacher Grundsatz-Parteiprogramm der SPD (1869-1875)
  • Das Gothaer Grundsatz-Parteiprogramm der SPD (1875-1891)
  • Wikipedia: "Im programmatischen Zentrum der SAP stand "der freie Staat und die sozialistische Gesellschaft, die Zerbrechung des ehernen Lohngesetzes durch Abschaffung des Systems der Lohnarbeit, die Aufhebung der Ausbeutung in jeder Gesellschaft, die Beseitigung aller sozialen und politischen Ungleichheit". "
  • Das Erfurter Grundsatz-Parteiprogramm der SPD (1891-1921)
  • Das Görlitzer Grundsatz-Parteiprogramm der SPD (1921-1925)
  • Das Heidelberger Grundsatz-Parteiprogramm der SPD (1925-1959)
  • Die SPD steht - beginnend nach WKII - spätestens seit ca. 1959 für Kapitalismus, der zuvor nach als antidemokratisch bewertet worden ist.
  • Das Godesberger Grundsatz-Parteiprogramm der SPD (1959-1989)
  • Das Berliner Parteiprogramm der SPD (1989-2007)
    Vergleiche Politik der kapitalistischen Schröder-Regierung dieser Zeit (Agenda 2010)
    • "prägt den globalen Kapitalismus ein Mangel an Demokratie und Gerechtigkeit. So steht er dem Ziel einer freien und solidarischen Welt entgegen. Er verschärft alte Ungerechtigkeiten und schafft neue."
    • "Konservative und Liberale spielen die Grundwerte nicht selten gegeneinander aus: je mehr Freiheit, desto weniger Gerechtigkeit und umgekehrt. Im sozialdemokratischen Verständnis bilden sie eine Einheit."
    • "Leistung muss anerkannt und respektiert werden. Gerecht ist eine der Leistung angemessene Verteilung von Einkommen und Vermögen."
    • Kommentar
      Das steht so wahrscheinlich auch bei FDP und CDU. Übersetzt: Die Gewinner im Machtmittelkampf nehmen sich mehr Machtmittel. Das soll die Regel sein. Gerecht ist, wenn sich alle an diese Regel halten.
    • "Seit das Ziel der gleichen Freiheit in der Moderne zum Inbegriff der Gerechtigkeit wurde, waren und sind Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität die Grundwerte des freiheitlichen, demokratischen Sozialismus."
    • "Freiheit bedeutet die Möglichkeit, selbstbestimmt zu leben."
    • "Gerechtigkeit gründet in der gleichen Würde jedes Menschen. Sie bedeutet gleiche Freiheit und gleiche Lebenschancen"
    • "Gleichheit der Teilhabe und der Lebenschancen"
    • "Solidarität bedeutet wechselseitige Verbundenheit, Zusammengehörigkeit und Hilfe. Sie ist die Bereitschaft der Menschen, füreinander einzustehen und sich gegenseitig zu helfen."
  • Es gibt keine Chancengleichheit, solange es arme Elternhäuser, aber auch reiche karriereerfahrene / herrschaftserfahrene Elternhäuser mit Macht / Kontakten und solange es Gene für hohe körperlich-geistige Leistung gibt. Wettkämpfe führen zu Gewinnern und zur Diktatur der Gewinner (z. B. Kapitalismus-Oligarchie). Egal, ob mit ChancenUNgleichheit oder mit Chancengleichheit. Ohne gleiche Verteilung der Machtmittel gibt es keine gleiche Freiheit und keine volle Solidarität für alle, denn Machtmittelreiche können Machtmittelarme unterdrücken / mehr oder weniger die Freiheit nehmen und tun es auch. Volle Solidarität und gleiche Freiheit für alle gibt es nur wenn nicht nur die gleichen Chancen, sondern die Garantie auf gleiche Freiheit durch gleiche Verteilung der Machtmittel besteht. Vergleiche Abschnitt zu großen Medien-Organisationen.
  • Ingar Solty: "Ganz konkret begründete Albert Einstein (1949) seine Überzeugung damit, dass die kapitalistische Privatwirtschaft durch eine geplante, sozialistische Gemeinwirtschaft zu ersetzen sei"
  • Sarah Leonard : "Eine sozialistische Perspektive muss sich endlich von dem sozialdemokratischen Diskurs verabschieden".

 

Exkurs "demokratischer Sozialismus"

 

Linkspartei

 

Real existierender Sozialismus / "Kommunismus" als gedacht möglicher Zwischenschritt zu idealem Anarchokommunismus / Kommunismus / Anarchismus

  • Erich Mühsam: "Niederhaltung von Widerständen gegen die proletarische Revolution durch die proletarische Klasse. Die zwangsmäßige Unterdrückung gegenrevolutionärer Verschwörungen durch bewaffnete Bekämpfung, Revolutionsgerichte und jede andere geeignete Art von Sicherungsmaßnahmen ist solange nötig, wie die besiegte Klasse noch über Machtmittel verfügt und Angriffe auf die revolutionären Rechte der Arbeiterklasse zu befürchten sind."
  • Erich Mühsam: "Die Marxisten verstehen unter Diktatur des Proletariates die Diktatur eines marxistischen Parteivorstandes, dem sie Regierungsgewalt auch über die Räte, das Recht zur Gesetzgebung, zur Steuererhebung und zu jeder Art Vertretung der Revolution, bis zu Kriegserklärungen und Verträgen mit auswärtigen Staatsregierungen zuerkennen. Dieser Parteiklüngel soll sich als herrschende Macht angeblich nur bis zur restlosen Durchführung des Sozialismus einnisten dürfen. Da hingegen jede zentralistische Regierungsgewalt Staat bedeutet, mithin Vordrängung von Autorität, Sonderstellung Bevorrechtigter, Anschlag gegen die Gleichheit, so ist solche Diktatur nichts anderes als neue Wegbereitung für eine unterdrückende Klasse, für neue Ausbeutung und für alle von der Revolution beiseitegeräumten Schäden. Die Durchführung des Sozialismus ist also unter solcher vorgeblich proletarischen Diktatur nie zu erreichen, und die neue Macht wird nicht eher abtreten, als sie nicht von einer neuen Revolution zugunsten der Räte endgültig verjagt ist."
  • Alexander Berkman: "Die größten Lehrer des Sozialismus - Karl Marx und Friedrich Engels - haben gelehrt, daß der Anarchismus aus dem Sozialismus hervorgeht. Sie sagten, daß erst der Sozialismus kommen muß aber daß auf den Sozialismus der Anarchismus (Kommunismus / Anarchismus) folgen wird und daß dieser (Kommunismus / Anarchismus) für die menschliche Gesellschaft eine noch freiere und bessere Lebensform darstelle als der Sozialismus."
  • Wayne Price: "In dieser niedrigen Phase des Kommunismus, spekulierte Marx, würden Einzelpersonen Zertifikate erhalten, welche angeben wie viel Arbeit sie beigetragen haben (abzüglich eines Betrags für den Gemeinschaftsfonds). Mit diesen Zertifikaten können sie sich Konsummittel nehmen, welche die gleiche Menge an Arbeit brauchten; das ist nicht Geld, denn es kann nicht angesammelt werden. Allerdings ist es immer noch ein System der bürgerlichen Rechte und Gleichheit, in der gleiche Einheiten von Arbeit ausgetauscht werden. Angesichts der Tatsache, dass Menschen unterschiedliche Fähigkeiten und unterschiedliche Bedürfnisse haben, resultiert diese Gleichheit in einem gewissen Maß an Ungleichheit."
  • Real existierender Sozialismus / "Kommunismus" unter Gewinnern Präsident / Parteiboss statt Kapitalisten oder im heutigen China und Russland sogar mit vielen Gewinnern Multimillionären bzw. Staatskapitalismus als Zwischenschritt führt danach wahrscheinlich nicht zu einer Verbesserung.
  • Anarchist Federation UK: "Jede Gruppe oder Partei, die den Staat übernimmt, wird einfach eine neue Riege von Führern zeitigen, die uns dann im Namen des "Sozialismus" anstatt im Namen des "Kapitalismus" ausbeuten wird."
  • Erich Mühsam: "Auch das Zugeständnis an die natürliche Einsicht der Sozialisten, die die Unvereinbarkeit von Staat und gesellschaftlicher Gleichheit erkennen, ist wertlos, wonach der mit dem Streben zu sozialistischen Wirtschaftsformen regierte Staat die Eigenschaft habe, mit dem Hinschwinden des Kapitalismus sich selbst überflüssig zu machen, abzusterben und einer Gesellschaft föderativ verbundener Gleichberechtigter den Weg zur Vollendung des Sozialismus freizumachen. Ein Staat stirbt nicht ab, sondern festigt sich, indem er die Grundlagen, auf denen er ruht, ausbaut. Die Grundlagen des Staates sind die kapitalistischen Klassenverhältnisse, und es macht keinen Unterschied, ob die Klassengegensätze aus der Privatverfügung Weniger über die Erde und die Arbeitsmittel stammen oder durch die Übertragung derselben Verfügung auf eine Auslese staatlicher Befehlshaber herbeigeführt werden."
  • Erich Mühsam: "Die zentralistischen Sozialisten ... wenden sich gegen die Obrigkeit nicht, weil sie Obrigkeit ist, sondern weil sie eine andere Obrigkeit wollen, gebildet von Leuten ihrer Meinung, von Leuten, die sich als Führer ihrer Parteien oder Gewerkschaften gewöhnt haben, zentralistisch zu regieren, Vorschriften zu erlassen, Zucht und Gehorsam zu fordern, sich Menschen zu unterwerfen und sie zugleich glauben zu machen, sie würden zu ihrem eigenen Nutzen, nicht zu dem der Regierer, regiert."
  • Erich Mühsam: "Der Versuch, mittels eines Übergangsstaates vom Kapitalismus zum Sozialismus zu gelangen, ist durch das Wesen des Staates als anordnende Zentralgewalt zum Scheitern verurteilt."
  • Erich Mühsam: "Die Enteignung des Privatkapitals zugunsten des Staates würde den Ertrag der Arbeit zwar in andere Kanäle leiten, aber nicht die Abhängigkeit der Arbeitskräfte von ausbeutenden Gewalten mindern, sondern nur die Abhängigkeit des Staates von anderen als seinen eigenen Machtbedürfnissen aufheben"
  • Wayne Price: "während des Kalten Krieges fing der Begriff "Kommunismus" an etwas ganz anderes zubedeuten. Große Nationen wurden von selbsternannten Kommunistischen Parteien beherrscht. IhreVolkswirtschaften wurden von totalitären Staaten gemanagt, ihre machtlosen ArbeiterInnen produzierten Waren für den internen und internationalen Markt und sie arbeiteten für Löhne (das heißt, sie verkauften ihre Arbeitskraft als Waren an ihre Chefs). In dieser Ära waren "KommunistInnen" vor allem Menschen, die diese Art von staatskapitalistischer Tyrannei unterstützten."

Hinweise zu Alternativen:

1. Anarchokommunismus während der Revolution

Erich Mühsam: "Niederhaltung von Widerständen gegen die proletarische Revolution durch die proletarische Klasse. Jedoch kann keiner revolutionären Einzelperson, keiner Gruppe, keiner Partei und keiner Auslese der Revolution das Recht zugestanden werden, sozialistische Proletarier, sei es unter welchen Vorwänden immer, zu beherrschen und zu verfolgen."

Erich Mühsam: "In dieser Zeit fällt den Räten die besondere Aufgabe zu, die Zwangsmaßregeln der proletarischen Klasse durchzuführen, die zur Brechung gegenrevolutionärer Bestrebungen erforderlich sind und zu verhindern, daß sich unter Berufung auf Gefährdungen der Revolution neue Regierungsgebilde auftun, die von Rätemacht reden, um ihre eigne Macht dahinter zu befestigen, und die von einer Diktatur des Proletariates sprechen, um selber Diktatoren spielen zu können."

2. Direkter Weg zu idealem Anarchokommunismus / Kommunismus / Anarchismus ohne Zwischenschritt real existierender Sozialismus / "Kommunismus". Siehe nachfolgende Kapitel.

Erich Mühsam: "Die Verfälschung eines Gedankens (der Zwischenschritt) kann nicht den Gedanken selbst (Anarchokommunismus) widerlegen."

 

Du willst nicht die Klassengesellschaft, weil dann die Oberschicht mehr Einfluss auf die Spielregeln hat als Du (Unterschicht).

 

 

Arbeitslosenhilfe

 

  • Sozialhilfe: Erst zum Wohl der Armen das tun, was Einnahmen senkt oder Ausgaben erhöht (Anträge), dann das was Einnahmen erhöht oder Ausgaben senkt (Sanktionen)
  • Wiederkehrende einmalige Leistungen (z. B. Reparatur Waschmaschine, Anschaffung Fahrrad) für Arme werden wieder eingeführt, ohne Kredit.
  • etwas entschärfte Zumutbarkeitsregeln für die Arbeitsaufnahme - Staat subventioniert nicht Lohndumping
  • Weniger und weniger harte Sanktionen / Einkommenskürzungen bei Fehlern („Pflichtverletzung“ Ablehnen schlechter Jobs und schlechter Weiterbildungen).
    Keine durch Androhung von Vorenthalten oder Entzug des Existenzminimums aufgedrängte / aufgenötigte Eingliederungsvereinbarung.
  • Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung

fördert Erwerbslosen-Klassengesellschaft

  • Umstellung von Regelsatz auf den 53 % des vorherigen pauschalierten Nettoeinkommens (Erwerbslosen-Klassengesellschaft)
  • Hürden der Bedürftigkeitsprüfung etwas gesenkt (eher Erwerbslosen-Klassengesellschaft). Höheres Schonvermögen.
  • Menschen nach Einkommensverlust langsamer (längere Höchstbezugsdauer des höheren ALG I) und weniger wahrscheinlich (kürzere Anwartschaftszeit für ALG I innerhalb der längeren Rahmenfrist) sofort in das niedrigere ALG II abrutschen lassen (alle Erwerbslosen weniger gleich, mehr Erwerbslose in ALG I)
  • Zumutbarkeitsregeln für die Arbeitsaufnahme: Berufs- und Qualifikationsschutz für höher qualifizierte Erwerbslose (Erwerbslosen-Klassengesellschaft)
  • Kein Konstrukt der Bedarfsgemeinschaft. Manche Arme erhalten zusätzliche Gelder, andere Arme nicht (Erwerbslosen-Klassengesellschaft).

 

 

Arbeitslosengeld 2 / II

 

  • Erst zum Wohl des Arbeitsamts das tun, was Einnahmen erhöht oder Ausgaben senkt (Sanktionen), dann das was Einnahmen senkt oder Ausgaben erhöht (Anträge)
  • Wiederkehrende einmalige Leistungen (z. B. Reparatur Waschmaschine, Anschaffung Fahrrad) für Arme fallen weg bzw. nur auf Kredit
  • verschärfte Zumutbarkeitsregeln für die Arbeitsaufnahme - Staat subventioniert Lohndumping
  • Mehr und härtere Sanktionen / Einkommenskürzungen bei jedem Fehler („Pflichtverletzung“ Ablehnen schlechter Jobs und schlechter Weiterbildungen). Bundesverfassungsgericht stoppte die Jobcenter-Praxis, den Regelbedarf bei der zweiten Pflichtverletzung um 60 Prozent zu kürzen und bei der dritten ganz zu streichen sowie auch die Übernahme von Miet- und Heizkosten zu beenden.
  • Durch Androhung von Vorenthalten oder Entzug des Existenzminimums aufgedrängte / aufgenötigte Eingliederungsvereinbarung.
  • keine Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung

fördert nicht Erwerbslosen-Klassengesellschaft

  • Umstellung von 53 % des vorherigen pauschalierten Nettoeinkommens auf den Regelsatz (für alle erwachsenen Singles gleich).
  • Hürden der Bedürftigkeitsprüfung schrittweise erhöht (eher alle Arbeitslosen gleich). Es verringerte sich das Schonvermögen
  • Menschen nach Einkommensverlust schneller (kürzere Höchstbezugsdauer des höheren ALG I) und wahrscheinlicher (längere Anwartschaftszeit für ALG I innerhalb der kürzeren Rahmenfrist) sofort in das niedrigere ALG II abrutschen lassen (alle Erwerbslosen etwas gleicher, weniger Erwerbslose in ALG I)
  • Zumutbarkeitsregeln für die Arbeitsaufnahme: keinen Berufs- und Qualifikationsschutz für höher qualifizierte Erwerbslose (alle Arbeitslosen gleich)
  • Einführung des Konstrukts der Bedarfsgemeinschaft (Sippenhaft, Weimar: » Familiennotgemeinschaft«). Der Staat prüft durch Auskunftsersuchen, Kontrollmaßnahmen und Überwachungspraktiken von Sozialdetektiven bis in die intimste Privatsphäre hinein, ob Arme zusätzlich Geld oder geldwerte Leistungen von anderen Personen erhalten, die mit Armen partnerschaftlich oder irgendwie in einer »Verantwortungs- und Einstehensgemeinschaft« zusammen wohnen. Später kam die Beweislastumkehr für zusammenwohnende Personen dazu. Diese Personen können soweit möglich so wie der Staat für die Armen bezahlen oder Zusammenwohnen mit Armen vermeiden. Ziel: Alle Armen gleich, kein Armer erhält zusätzliche Gelder.

 

 

Kultur Arbeitsamt passend konstruiert zur Kultur Arbeitswelt

 

Kultur Arbeitswelt

Unternehmys oder Managys befördern, degradieren oder kündigen Angestellte. Die gekündigten Angestellten suchen sich einen besseren Job oder bekommen nur einen schlechteren Job. Das Einkommen der Angestellten inkl. der Beamten schwankt eher minimal in Grenzen.

Kultur Arbeitsamt dazu passend konstruiert

Fallmanagys befördern, oder degradieren Arbeitssuchende. Das Arbeitsamt bezahlt grundlegend das Existenzminimum plus 10%. Das Einkommen schwankt zwischen Existenzminimum und plus 20%

 

 

mehr zu Vermittelnde als Jobs: Arbeitsvermittlung erfolglos

 

Gibt es in einer Altersgruppe z. B. Ü50 zu viele Frauen und zu wenige Männer, dann können alle Vermittler zwar einzelne Frauen gegen Bezahlung seitens der Frau bevorzugt an Männer vermitteln, aber nie alle Frauen an alle Männer vermitteln. U50 umgekehrt.

In einer Gesellschaft, die deutlich weniger offene Stellen bietet als die Anzahl zu Vermittelnder (unter Existenzminimum), wobei die in vielen Fällen unzureichende Passung zwischen Bewerber und Job / Arbeitgeber hinzu kommt, können Arbeitsvermittler nicht erfolgreich sein. Die wenigen offenen Stellen werden durch Arbeitssuchende auch ohne das Arbeitsamt besetzt. Die Arbeitsämter können zusätzlich einen Teil der Arbeitssuchenden durch Sanktionen vorne in einen Bus rein zwingen, wodurch andere wieder hinten aus dem Bus raus fallen. Sanktionen bewirken in diesem Fall nichts.

Die zu wenigen offenen Stellen werden wahrscheinlich bei Leiharbeitsfirmen und nahe dem gesetzlichen Mindestlohn liegen und Teilzeit sein.

Die Arbeitsminister und Arbeitsvermittler können nur Erfolge vorzeigen, wenn sie die Armen in staatlich geschaffene schlecht bezahlte Jobs (1-Eur-Jobs) oder Weiterbildungsmassnahmen etc. drängen, die aufgrund des staatlichen Sparens niedrige Qualität haben. In der Oligarchie gibt es gute, teure Ausbildung nur für Reiche, nicht für Arme.

 

 

Zwei Arten von Sanktionen

 

Kürzung des Regelsatzes - im Dezember 2019 durchschnittlich 78,24 Euro

 

Kürzung der KdU - im Dezember 2019 durchschnittlich 6,73 Euro

 

Quelle: https://www.hartziv.org/hartz-iv-sanktionen.html

 

 

Sanktionen treffen bestimmte Personengruppen

 

Strafen / Sanktionen treffen die Personen, die den von den Oligarchen oder der Gruppe vorgegebenen Kurs (Arbeitsamt-Kultur oder auch ähnliche Arbeitswelt-Kultur) nicht mitlaufen können oder wollen.

  • multiple Problemlagen
  • körperliche / psychische Einschränkungen
  • mangelnde Sprachkenntnisse
  • rechtliche Unkenntnis
  • Suchtprobleme
  • den systemischen Druck nicht ertragen können (psychosoziale Diskrepanzen zwischen Anforderungen der Oligarchen und Bedürfnissen der Person)

 

Bei sadistischer Willkür oder mangelhaften Fähigkeiten der Bestrafer treffen die Strafen / Sanktionen auch andere Personen, die den vorgegebenen Kurs mitlaufen können und wollen. (Staat spart auch bei Ausbildung der Bestrafer. Z. B. nur 3 Wochen Crash-Kurs statt Studium plus Aufbaustudium wie früher)

  • Wenn die Strafenden nicht erkennen, dass die Bestraften die Aufgabe gar nicht bewältigen konnten. Z. B. Einladung zum Termin beim Amt kommt mit der Post erst nach dem Termin beim Betroffenen an, aber Arbeitsamt erkennt das nicht an.

 

2 Arten von Willkür

 

Sadistische Willkür

Verstoß vom Arbeitsamt gegen Regeln, zum Schaden der Armen. Z. B. wegen Antipathie zwischen Arbeitsamt-Mitarbeiter und Armen

Steigerung, wenn Sadisten beim Arbeitsamt mit Sadisten bei den Arbeitgebern oder Maßnahmeträgern kooperieren, wobei Erstere strafen und Letztere lügen.

 

Zufälle

Post vom Armen zum Arbeitsamt oder vom Arbeitsamt zum Armen kommt nicht an, Folge Sanktion.

 

Unterstützende Willkür

Verstoß vom Arbeitsamt gegen Regeln, zum Wohl der Armen. Z. B. wegen Sympathie zwischen Arbeitsamt-Mitarbeiter und Armen

Steigerung, wenn Helfer beim Arbeitsamt mit Helfern bei den Arbeitgebern oder Maßnahmeträgern kooperieren. Z. B. symbolische Einzelfälle im TV.

 

 

Strafanzeige stellen wegen verbotener Zwangsarbeit

 

nach § 240 STGB unter Hinweis auf das ILO - Abkommen 29 gegen den Unterzeichner des Bescheids, falls der Unterzeichner sich nach Hinweis auf diese § nicht einsichtig zeigt.

 

Strafgesetzbuch (StGB) § 240 Nötigung

(1) Wer einen Menschen rechtswidrig mit Gewalt oder durch Drohung mit einem empfindlichen Übel zu einer Handlung, Duldung oder Unterlassung nötigt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Rechtswidrig ist die Tat, wenn die Anwendung der Gewalt oder die Androhung des Übels zu dem angestrebten Zweck als verwerflich anzusehen ist.
(3) Der Versuch ist strafbar.
(4) In besonders schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren. Ein besonders
schwerer Fall liegt in der Regel vor, wenn der Täter
1. eine andere Person zu einer sexuellen Handlung oder zur Eingehung der Ehe nötigt,
2. eine Schwangere zum Schwangerschaftsabbruch nötigt oder
3. seine Befugnisse oder seine Stellung als Amtsträger mißbraucht.

 

ILO – Übereinkommen 29 über Zwangs- oder Pflichtarbeit (von BRD 1956 ratifiziert)

Artikel 2
1. Als „Zwangs- oder Pflichtarbeit" im Sinne dieses Übereinkommens gilt jede Art von Arbeit oder
Dienstleistung, die von einer Person unter Androhung irgendeiner Strafe verlangt wird und für die sie sich nicht freiwillig zur Verfügung gestellt hat

Artikel 6
Beamte der Verwaltung dürfen, auch wenn es ihre Aufgabe ist, die ihrer Verantwortung unterstellte Bevölkerung zur Annahme von Arbeit irgendeiner Form zu ermuntern, weder auf die Gesamtbevölkerung noch auf einzelne Personen einen Druck ausüben, um sie zur Arbeitsleistung für Einzelpersonen oder private Gesellschaften und Vereinigungen zu veranlassen.

Artikel 25
Die unberechtigte Auferlegung von Zwangs- oder Pflichtarbeit ist unter Strafe zu stellen. Die Mitglieder, die dieses Übereinkommen ratifizieren, verpflichten sich, dafür zu sorgen, dass die ergriffenen Strafmaßnahmen wirksam sind und streng vollzogen werden.

 

 

Bedingungsloses Existenzminimum BGE als Menschenrecht

 

Owen Jones: "Millionen von Menschen in einer reichen Nation sind immer einen Gehaltsscheck entfernt von extremer Not.“

Alex Demirović: "Die Lohnform ist die soziale Form, die es ermöglicht, alle anderen Formen der Ausbeutung und Herrschaft zu reproduzieren. Ohne diese Formen zu verändern, ist auch die Änderung der kapitalistischen Verhältnisse nicht denkbar – also ohne die Überwindung der Lohnarbeit, also der Tatsache, dass das menschliche Arbeitsvermögen eine Ware ist, die für den Arbeitsmarkt formiert werden muss und sich dort bemühen muss, zu Marktpreisen jemanden zu finden, der einen Bedarf an dieser Ware hat. Mit allen Risiken für die Individuen, ohne Arbeit und Einkommen zu bleiben, zu wenig zu verdienen oder das eigene Arbeitsvermögen zu ruinieren und um den Genuss des eigenen Lebens gebracht zu werden."

Bernie Sanders: "Die Bill of Rights schützt uns zwar vor der Tyrannei einer repressiven Regierung, aber ein Großteil des Establishments möchte die Amerikaner*innen dazu bringen, sich der Tyrannei von Oligarch*innen, multinationalen Großunternehmen, Wall-Street-Banken und Milliardär*innen zu unterwerfen. 1944 hat Roosevelt eine Bill of Rights der ökonomischen Grundrechte vorgeschlagen."

Höhe vom BGE: 70 % des bundesweit durschnittlichen Nettoeinkommens (vergleiche Forderung der ÖGB vom 31.7.2020).

Bedingungslos für alle Mitbürger des Staates. Keine Hürden der Bedürftigkeitsprüfung.

Bedingungslos, keine Pflichten, keine Pflichtverletzung, keine Sanktionen. Sanktionen sind entbehrlich, denn Menschen wollen sich entsprechend ihren Fähigkeiten selbst verwirklichen und manche wollen anderen helfen.

Das BGE wird durch höhere Steuern für Reiche finanziert. Durch Umverteilung von oben nach unten bleibt die Geldmenge konstant.

 

BGE im Kapitalismus

 

  • Die aktuellen Menschenrechte um das bedingungslose Existenzminimum zu ergänzen ist ein Schritt in die gewünschte Richtung, aber reicht nicht aus. Ein BGE am Existenzminimum oder am Mindestlohn stärkt das Menschenrecht zur freien Wahl der Arbeit, aber behält den Rest vom System repräsentative kapitalistische Oligarchie / Diktatur der Machtmittelreichen bei. Nimmt sich ein Gewinner mehr als 1 Stück oder sogar 2 Stücke vom Kuchen, wobei 1 Stück Durchschnitt ist, so bleibt für einen Verlierer nicht mehr genug übrig, der Verlierer bekommt nur einen Teil von seinem 1 Stück vom Kuchen.
  • Pjotr Alexejewitsch Kropotkin: „Es kann kein Unterschied zwischen der Arbeit eines jeden Menschen gemacht werden. Das Messen der Arbeit an ihren Ergebnissen führt uns zur Absurdität; Das Teilen und Messen durch die Stunden, die wir für die Arbeit aufgewendet haben, führt uns ebenfalls zur Absurdität. Eine Sache bleibt: Die Bedürfnisse über die Werke stellen und zunächst das Recht auf Leben und später auf Komfort für alle, die ihren Anteil an der Produktion haben, anerkennen.“
  • Ein ausreichend hohes bis maximales BGE würde den bisherigen asozialen freien Markt stark verändern, es gäbe dann keine Reichen / Armen mehr. Höhe vom BGE: 70 % bis 100% des bundesweit durschnittlichen Nettoeinkommens (klassenlose Gesellschaft)
  • Alexander Berkman: "Wenn also die Arbeit sozial ist, muß ihr Resultat, der erwirtschaftete Reichtum, selbstverständlich auch sozial sein"
  • Roosevelt 1944 in seiner Rede zur Lage der Nation: «Wir haben eindeutig erkannt, dass es eine tatsächliche, individuelle Freiheit ohne wirtschaftliche Sicherheit und Unabhängigkeit nicht geben kann
  • Alexander Berkman: "wahre Freiheit basiert auf wirtschaftlicher Unabhängigkeit. Ohne sie ist Freiheit Betrug und Lüge, eine Maske für Ausbeutung und Unterdrückung."

 

 

Warum wird zu wenig gegen Armut / moderne Sklaverei getan?

 

Warum gibt es keine Revolution der modernen Sklaven gegen die modernen Sklaventreiber?

 

A

Die modernen Sklaven hungern nicht. "Brot". Vergleiche Revolutionen während Hungersnöten.

Die modernen Sklaven wollen / können die Informationen in diesen Kapiteln nicht realisieren. Die modernen Sklaven fürchten sich vor großen Veränderungen. Sie folgen lieber weiterhin "the devils you know".

 

B

Die modernen Sklaventreiber wollen / können die modernen Sklaven davon abhalten die Informationen in diesen Kapiteln zu realisieren. Die modernen Sklaventreiber wollen / können die modernen Sklaven davon abhalten, Weg 1. Selbstbefreiung / Selbstermächtigung, Weg 2. Solidarische Selbstermächtigung, Weg 3. Konfrontation zu gehen. Beispiel: Die modernen Sklaven haben Angst, dass sie auf diesem Weg nicht zum Ziel kommen. Risiko versus Chance. Beispiel: Die modernen Sklaven werden durch "Spiele" / mediale Objekte der Oligarchie von z. B. Informationen in diesen Kapiteln abgelenkt. Beispiel: Die modernen Sklaven wollen lieber angepasst an die Mehrheit bzw. Machtverhältnisse die Herrschaftslegitimation glauben. Beispiel: Die modernen Sklaventreiber wollen / können die modernen Sklaven vereinzeln. Individualisierung, Identitätspolitik.

Die modernen Sklaventreiber wollen moderne Sklaverei / moderne Sklaven.

Die modernen Sklaventreiber können moderne Sklaverei durchsetzen.

  • Die Mehrheit und die Reichen / Mächtigen setzen ihre Spielregeln (Politik), ihr System moderne Sklaverei (Schichten, Hierarchien) mittels Mehrheit und struktureller Gewalt durch.
  • Strukturelle Gewalt: Elite führt alle großen Organisationen (Parteien / Staat, Militär, Medien, Konzerne etc.). Vergleiche Abschnitt "kulturell-"religiöse" Erziehung / Sozialisation mit allen Machtmitteln"
  • Machtverhältnisse
    Die Unterschicht ist aktuell in der Minderheit. Die Unterschicht ist prinzipiell nicht reich / mächtig. Spannend wird es, wenn die Unterschicht zur Mehrheit wird.

 

System

  • Das System Oligarchie versucht sich selbst und damit die Schichten / Hierarchien zu erhalten. Siehe Durchsetzungsvermögen der modernen Sklaventreiber.

 

Propaganda Herrschaftslegitimation der Gewinner im Machtmittelkampf

  • Propagierte Herrschaftslegitimation:
    (Anerzogene / erlernte) Karriere-Einstellung, (genetisch bedingte) Intelligenz und (die Folge daraus:) Leistung.
  • Wikipedia: "Der Herrschaftsanspruch des Adels gründete sich unter anderem auf Leistung, Erziehung und Abstammung sowie unterstellte göttliche Absicht."
  • Wikipedia: "Spezielle adelige Erziehung sollte schon seit der Kindheit möglichst umfassend auf das Tragen militärischer, politischer, gesellschaftlicher und kultureller Verantwortung vorbereiten (vgl. „Adel verpflichtet“)."
  • Walter Demel über Adel: „Man ist ‚edel‘ im Verhältnis zum (all-)‚gemeinen‘ Volk, fällt auf (lat. no(ta)bilis) durch Bekanntheit und ‚nobles‘ = vornehmes, großmütiges Verhalten und bildet schließlich in Bezug auf hervorragende menschliche Eigenschaften – Talente, Tugenden, Tüchtigkeit auf unterschiedlichen Gebieten (lat. Virtus, griech. Arete) – eine Gemeinschaft der ‚Besten‘ (griech. Aristoi).“
  • Herrschaftslegitimation in anderen Worten:
    In sozialer und genetischer Lotterie gewinnen und dann andere ausbeuten.
  • Wikipedia: "Der Adel hebt sich in der Regel zunächst durch einen höheren Einfluss auf das öffentliche Geschehen, u. a. in Form einer militärischen Überlegenheit oder Leistung (Schwertadel, Rittertum, Samurai, Amtsadel) und höherem wirtschaftlichen Potential, zumeist in Form von Grundbesitz (z. B. römisches Patriziat), von der gesellschaftlichen Umgebung ab. Daraus ergibt sich der Anspruch, diese auch politisch zu dominieren. Diese gehobene Stellung ist – unabhängig von der ökonomischen Grundlage – zumeist erblich, woraus sich eine zentrale Bedeutung der Familie ergibt."
  • Allerdings finde ich keine einzige Herrschaftslegitimation überzeugend.

 

Neoliberale überwinden die Angst im Machtmittelkampf zu verlieren

  • Die Neoliberalen (wie Gladiatoren) glauben selbstsüchtig daran im Machtmittelkampf zu gewinnen und ignorieren den "Abgrund" und rücksichtslos die Verlierer im Machtmittelkampf. Gewollte Angst wird so zur gewollten Kampfmotivation ("Arbeitsmotivation"). "Arbeit" = Machtmittelkampf.

 

Möglichkeiten der Machtmittelarmen siehe Kapitel 3

 

 

Linkslibertäre zum Thema Nationalstaaten

 

  • Nicht linkslibertäre Nationalstaaten mit Linkslibertären als Minderheit im einzelnen Nationalstaat bedeuten eine Spaltung / Trennung der Linkslibertären
  • Erich Mühsam: "Die Einsicht, daß die staatlichen Grenzziehungen Äußerungen des Klassensystems sind, indem die künstliche Verfeindung der Arbeiter der verschiedenen Länder durch Züchtung nationaler Vorurteile die Verbrüderung der Ausgebeuteten verhindert, diese Einsicht war der leitende Gedanke bei der Verständigung zur ersten Arbeiter-Internationale."
  • Einerseits nicht linkslibertäre Nationalstaaten ohne Linkslibertäre und andererseits unsere linkslibertären Länder ohne Nicht-Linkslibertäre bedeuten ein Zusammenkommen der Linkslibertären. Vergleiche Weg 2B3.

 

Hier geht es zu Kapitel 1c

 

Chapter 1b - (Language: English) - (Link zu Sprache: Deutsch)

 

 

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Erfahrungen vor allem der Machmittelarmen mit dem System Diktatur der Machtmittelreichen